Inhalt: Brokeloher Rentnerband bringt Friedhof in Schuss

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Brokeloher Rentnerband bringt Friedhof in Schuss

Sie sind da, wenn fleißige Hände gebraucht werden: In Brokeloh haben sich rund 20 Rentner zu einer schlagkräftigen Gruppe zusammengetan. Gestern waren sie am Friedhof im Einsatz. Sie nennen sich Rentnerband. Nicht Rentnergang, wir sind ja keine Banditen, erklärt ihr Chef Erich Hartje (72) mit einem Augenzwinkern.

Brokeloher Rentnerband bringt Friedhof in SchussDie Harke

Bereits Mittwoch war der erste Arbeitseinsatz am Friedhof, gestern nun wurde der rund zehn Meter lange Weg zur Kapelle neu gepflastert. Die alten Steine lagen nicht mehr eben, drohten zur Stolperfalle zu werden. Die neuen Gehwegplatten hat die Samtgemeinde Mittelweser bezahlt, aber verlegt wurden sie von der Rentnerband. Dazu gehörte auch, die alten Platten aufzunehmen und den Weg auszukoffern. „Wir haben hier mehrere Baustellen“, sagte Dieter Meinzen, einer der freiwilligen Helfer.

So spannten die Rentner den Maschendrahtzaun entlang des Friedhofs neu, reparierten das hölzerne Eingangstor und strichen es neu. An der linken Friedhofsseite wurde ein Metalltor ganz neu angebracht. An dieser Stelle war der Zaun heruntergetreten. Offensichtlich eine Abkürzung. Einige Besucher waren lieber über den Zaun gestiegen, als durchs Haupttor zu gehen. Auch die alte Schwengelpumpe wurde neu gestrichen. Sie hat zwar ausgedient, ist aber nach wie vor ein schöner Blickfang. Die Rentner pflegen auch die Heide entlang des Hermann- Löns-Weges in Brokeloh, halten die rund 20 Bänke im Dorf in Schuss und schmücken den 900-Seelen-Ort zum Schützenfest. Was im Dorf gemacht werden soll, entscheiden die Rentner, wenn sie sich mal wieder zum geselligen Beisammensein treffen.

„Jeder hat seine Arbeit“, sagt Hartje. Mit 85 Jahren das ältestes Mitglied der Rentnerband ist Erich Gerberding. Gestern besuchten Jens Beckmeyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser, und Heidrun Kuhlmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Landesbergen, die Rentner während der Arbeit, um Dankeschön zu sagen. „Ihr seid eine tolle Unterstützung für die Gemeinde“, sagte Beckmeyer, „sonst müsste das alles der Bauhof machen.“ Sagte es und überreichte den fleißigen Helfern zwei Flaschen „Schluck“, mit denen sogleich auf die gute Arbeit angestoßen wurde.

Q.: Die Harke (23.9.2017)

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