Inhalt: „Ärztliche Versorgung hat hohe Priorität“ Neujahrsempfang des Fleckens Liebenau / „Es war ein Jubiläumsjahr voller Höhepunkte“

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„Ärztliche Versorgung hat hohe Priorität“ Neujahrsempfang des Fleckens Liebenau / „Es war ein Jubiläumsjahr voller Höhepunkte“

SV Aues (Hans-)Jürgen Nehr wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für die "kleine" Halle ausgezeichnet.

„Ärztliche Versorgung hat hohe Priorität“ Neujahrsempfang des Fleckens Liebenau / „Es war ein Jubiläumsjahr voller Höhepunkte“Die Harke, Hildebrandt

850 Jahre Liebenau: „Es war ein Jahr voller Höhepunkte“, sagte Liebenaus Bürgermeisterin Margit Schmidt. Rund 140 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Vereinen kamen Mittwochabend zum Neujahrsempfang des Fleckens Liebenau ins Hotel Sieling. Es war zugleich das Ende des Festreigens des Jubiläumsjahrs 2017. Schmidt dankte allen, „die die Jubiläumsfeierlichkeiten begleitet und unermüdlich unterstützt haben.“

Joshua Knieriem begleitete den Empfang am Keyboard, spielte unter anderem „Alla Turca“ von Mozart und „Griechischer Wein von Udo Jürgens.

„Der 850-jährige Geburtstag unseres Fleckens Liebenau wird uns als ein ereignisreiches Jahr, vor allem aber auch als ein Jahr des großen Zusammenhaltes und der Ehrenamtlichkeit in Erinnerung bleiben“, sagte Schmidt. Es bleibt als ein Festjahr in Erinnerung, das auch unseren nachfolgenden Generationen aufzeigen wird, was mit dem Willen zur Einsatzbereitschaft, mit dem notwendigen Teamgeist und durch den wunderbaren Zusammenhalt der Liebenauer Bürgerinnen und Bürger alles verwirklicht werden kann.“

Der Wunsch von Rat und Verwaltung sei es, so Schmidt, zielführend und effizient daran zu arbeiten, wie Liebenau sicher in die Zukunft geführt werden könne, um die Lebensqualität für die hier lebenden Menschen zu erhalten und aufzuwerten.

„Nur wenn es uns gelingt, gute Lebensverhältnisse zu bewahren und zielorientierte Voraussetzungen für Junge und Ältere zu schaffen, wird es uns auch gelingen, dass die Menschen Liebenau als ihren Wohn- und Lebensmittelpunkt behalten bzw. sich für Liebenau als neuen Heimatort entscheiden“, sagte Schmidt.

Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung habe für Rat und Verwaltung höchste Priorität. „Um den älteren Bürgerinnen und Bürgern ein angenehmes Zuhause bieten zu können, um jungen Familien mit oder ohne Kindern Liebenau als Wohnort attraktiv anzubieten, ist es notwendig, ein entsprechendes ärztliche Angebot vorzuhalten.“

Bislang habe die Suche nach einem Arzt, der sich in Liebenau niederlässt, nicht den gewünschten Erfolg gehabt. „Doch wir werden unsere Bemühungen auch in diesem Jahr fortsetzen und alles dafür tun, damit wir hier in Liebenau das ärztliche Angebot möglichst bald erweitern können. Der klassische Landarzt ist nun einmal Mangelware geworden und nur sehr schwer zu akquirieren.“

Weiterhin bemühe sich Liebenau um einen Ausbau seniorengerechter Wohnbauten und der Ausweitung seniorengerechter Einrichtungen und Betreuungseinrichtungen. „Hier sind wir ungebrochen am Ball und hoffen sehr, dass wir in diesem Jahr auf einen guten Weg kommen.“

Auch junge Familie sollen Liebenau als ihr Zuhause wählen, so Schmidt. „Neben Ärzteversorgung, Kindergarten und Schulen ist für junge Familien heute eine gute digitale Anbindung ein ganz wichtiger Aspekt bei der Auswahl ihres Wohnortes“, betonte die Bürgermeisterin.

„Daher haben wir im letzten Jahr auch die entsprechenden Finanzen bereitgestellt und somit die Voraussetzungen für einen guten Breitbandausbau geschaffen. Genauso wie junge Familien wird sich auch ein Unternehmer künftig nur dort niederlassen oder wird nur dort seinen Firmensitz erweitern, wo er auf eine entsprechend gute Breitbandversorgung zurückgreifen kann.“

Zu einer guten Lebensqualität gehört aber auch ein annehmbares Umfeld. „Da gibt es in Liebenau noch einiges zu tun. Wir müssen – und wir werden – weiter an der Verschönerung unseres Ortsbildes arbeiten. Viele Anpflanzungen sind bereits erneuert und auch neue Bepflanzungen an anderen Stellen im Ort vorgenommen worden.“

Für die Sanierung des Liebenauer Ortskerns und der Waldsiedlung seien im Jahr 2017 entsprechende Konzepte für eine „energetische Sanierung“ erstellt worden. Ziel der einzelnen Projekte sei, die Wohn- und Lebensangebote vor Ort aufzuwerten. Dazu gehören die Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrer, öffentliche Flächen barrierefrei umzugestalten und zu verschönern sowie Spielräume für leerstehende Geschäftsräume zu schaffen.

Liebenau werde die Vereinsarbeit weiter fördern und unterstützen. „Gemeinden wären nicht lebensfähig und lange nicht so lebenswert, wenn sie nicht die große Vielfalt der Vereine hätten und wenn sie nicht auf die ehrenamtliche Arbeit ihrer Bürgerinnen und Bürger zugreifen könnten.“

Für seine besonderen Verdienste erhielt der ehrenamtliche Turnhallenbetreuer Jürgen Nehr (70) die Liebenaumedaille und eine Urkunde. Nehr habe viele Tausend Stunden für die Turnhalle verbracht, sagt Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner.

Der stellvertretende Landrat Maik Beermann sagte: „Die ehrenamtlichen Leistungsträger sind die, die Gemeinschaft fördern.“ Auf das vergangene Jubiläumsjahr eingehend sagte er: „Das Jahr hat gezeigt, was es bedeutet, wenn man gemeinsam anpackt.“

Die Harke vom 12.01.2018

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