Inhalt: Karsten Heineking (CDU). Die Zukunft Niedersachsens durch Raumordnung intelligent gestalten

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Karsten Heineking (CDU). Die Zukunft Niedersachsens durch Raumordnung intelligent gestalten

<b>Darlaten/Hannover</b>. Auf Einladung der Torfwerke Meiners und des Torf- und Humuswerkes Uchte GmbH in Darlaten besuchten die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Johann-Heinrich Ahlers aus Wietzen und Karsten Heineking aus Warmsen mit den Sprechern der CDU-Landtagsfraktion Martin Bäumer aus Glandorf in Osnabrück für den Bereich Umwelt und Clemens-Große Macke aus Addrup in Cloppenburg für den Bereich Landwirtschaft den Torfabbaubetrieb Darlaten. Empfangen wurden die Gruppe der Niedersächsischen Landtagsabgeordneten von den Geschäftsführern Manfred Bischoff und Olaf Meiners zu einer Diskussionsrunde zum Landesraumordnungprogramms (LROP) 2012.<br /> <br /> <br />

Manfred Bischoff und Olaf Meiners stellten ihre Firmen vor und machten deutlich, dass Klimaschutz, Moorschutz und Biodiversität, nachwachsende Rohstoffe und Landwirtschaft nicht im Widerspruch zum Torfabbau stehen. Insgesamt wird Torf bundesweit mit anderen Ausgangsstoffen zu 9,5 Millionen Kubikmeter Erde jährlich von 400.000 Beschäftigten in 60.000 Betrieben verarbeitet. Dabei wird in der Produktion ein Umsatz von 9,5 Milliarden Euro und in der Dienstleistung ein Umsatz von 6,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.16200 Auszubildende finden eine Lehrstelle in diesen mittelständischen Betrieben. Für die Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Salat und Gemüse tragen die Torfbetriebe eine große Verantwortung. Aus einem Kubikmeter Torf werden bis zu 350.000 Jungpflanzen gezogen. Substratausgangsstoffe wie Kompost können gerade in diesem Bereich nahezu ausschließlich nur in der Mischung mit Torf eingesetzt werden. Der Entwurf des LROP 2012 sieht in Niedersachsen 21.550 Hektar Torfabbau vor. Dies ist ein Drittel weniger als im Jahr 1994. "Mit einer soliden und ausgewogenen Raumplanung werden wir das Fundament für die weitere positive Entwicklung Niedersachsens legen", sagte Clemens Große Macke. Der ländliche Raum erfülle in Niedersachsen vielfältige Funktionen. "Deshalb ist die Raumplanung von großer Bedeutung", so Große Macke. "Bei der Gestaltung und Entwicklung unseres Lebensraums müssen die vielfältigen Nutzungsinteressen und Gemeinwohlbelange berücksichtigt werden." Durch vorausschauende Planung sowie eine koordinierende und abwägende Moderation trage das Land dazu bei, Konflikte zu vermeiden und eine nachhaltige Entwicklung für die Menschen in Niedersachsen zu sichern. "Wichtige Handlungsfelder sind hierbei der Ressourcenschutz, die Steuerung der Siedlungsentwicklung und die Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels", erklärte Martin Bäumer. Neue Herausforderungen für die Landesentwicklung würden sich unter anderem durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die gestiegene Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes ergeben. "Wir werden die Interessen der Menschen berücksichtigten und bei Konflikten zu vernünftigen Kompromissen kommen", betonte Johann-Heinrich Ahlers. "Der Natur- und Umweltschutz wird im LROP ausreichend berücksichtigt. Der Bedeutung des Moores als Wasserregulator und Wasserspeicher sind wir mit dem Entwurf gerecht geworden. Die Herausforderung der Kohlendioxidfreisetzung und der Phosphateintrag in das Grundwasser im Moor haben wir beachtet. Der von der Opposition geforderte Ausstieg aus der Torfgewinnung ist mit den Regierungsparteien nicht zu machen. Wir setzen nicht leichtfertig 60.000 Arbeitsplätze in Niedersachsen aufs Spiel," machte Karsten Heineking deutlich.

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