Inhalt: Karsten Heineking MdL: Schenkelbrand muss als Markenzeichen erhalten bleiben - Landtagsabgeordneter diskutiert mit Pferdezüchtern auf Nendorfer Reitertag

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Karsten Heineking MdL: Schenkelbrand muss als Markenzeichen erhalten bleiben - Landtagsabgeordneter diskutiert mit Pferdezüchtern auf Nendorfer Reitertag

<b>Raddestorf/Nendorf</b>. Die Diskussion über das von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner geplante Schenkelbrand-Verbot bei Pferden erhitzt derzeit bundesweit die Gemüter. Auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Karsten Heineking bezieht anlässlich des Reitertages in Nendorf Position gegen den Gesetzesvorstoß und signalisiert Verständnis für die Züchter. "Das Brandzeichen hat nicht nur eine jahrhundertealte Tradition, sondern ist gleichzeitig ein weithin anerkanntes Markenzeichen für Niedersachsens hochqualitative Pferdezucht. Die Züchter dürfen nicht gezwungen werden, auf dieses Erfolgssymbol zu verzichten". Bislang werden niedersächsische Pferde mit einem Brandzeichen am linken Hinterschenkel gekennzeichnet, um ihre Herkunft einwandfrei nachzuweisen. <br /> <br />

Aus Gründen des Tierschutzes will das Bundeslandwirtschaftsministerium die Ausnahmeerlaubnis für die Brandzeichen jetzt aufheben. Die Kennzeichnung der Pferde soll zukünftig nur noch mittels eines Mikrochips erlaubt sein, der in den Mähnenkamm der Tiere eingesetzt wird. Neben den Niedersächsische Zuchtverbänden wehren sich auch die Reitvereine aus Nendorf und Kreuzkrug gegen den Vorstoß und argumentieren, dieses Verfahren sei nicht fälschungssicher und darüber hinaus für die Fohlen deutlich schmerzhafter als der Schenkelbrand. "Das elektronische Chippen ist noch nicht ausreichend erforscht. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Chip anfängt, durch den Körper des Pferdes zu wandern und Probleme in der Muskulatur verursacht", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Reitvereins und Pferdezüchter Willi Heineking aus Nendorf. "Solange Risiken und mögliche Folgeschäden nicht ausgeschlossen werden können, sind die Brandzeichen für die gut sichtbare Identifikation der Pferde unerlässlich. Chippen ist Stress und Qual. Die Spritze ist für das Fohlen viel schlimmer als das Brennen. Das Implantat könne zu Entzündungen und Abszessen führen, den Energiefluss edler Turnierpferde beeinflussen oder gar durch den Körper wandern. Zudem sei der Transponder nicht fälschungssicher, außerhalb von Europa gebe es kaum geeignete Lesegeräte und erst recht keine Datenbanken," fasste Karsten Heineking zusammen.

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