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Rettungsübung mit Überschlagsimulator in Heemsen

Personenrettung aus überschlagenen PKW in Heemsen geübt.

Rettungsübung mit Überschlagsimulator in HeemsenStefan Schneckner, Pressewart SG Heemsen

Bei ihrem regulären Ausbildungsdienst, am 14. Mai, ermöglichte das Versicherungsbüro Lutz Wölk den Feuerwehrleuten aus Heemsen ein ganz besonderes Training zur Rettung von Personen aus verunfallten PKW.

Wolfgang Rehling von der Verkehrswacht aus Diepholz kam mit einem ganz besonderen Auto nach Heemsen, um den Feuerwehrleuten das sichere Retten von Personen aus einem verunfallten PKW beizubringen. Bei dem Auto handelt es sich um einen speziellen Überschlagsimulator. Dieser besteht aus der Karosserie eines Volkswagen Beetle, die in ein Gestell eingebaut ist, damit man diese 360 Grad im Kreis drehen und so einen Überschlag simulieren kann.

Der Clou an der Sache ist, dass während des Überschlags Personen im Fahrzeug sitzen können und danach Kopfüber hängend aus dem Auto aussteigen müssen. Die Ausbildungseinheit sollte den Feuerwehrleuten klar machen, was während eines Überschlags mit den Fahrzeuginsassen passiert und wie man eine bewusstlose Person aus einer solchen Situation schonend retten kann.

Zu Anfang erklärte Rehling Einiges über die richtige Sitzposition im Auto und den optimalen Sitz des Sicherheitsgurtes. Dass unter dem Brustgurt keine harten Gegenstände liegen und der Beckengurt immer über dem festen Beckenknochen und nicht über dem weichen Bauch liegen sollte, wussten die Meisten. Dass eine dicke Winterjacke deswegen während der Fahrt offen getragen und unter dem Gurt heraus gezogen werden sollte, damit der Beckengurt eben nicht in den Bauchbereich rutscht, war den meisten allerdings nicht bewusst. Nach diesem kurzen Abstecher in die Theorie wurde es ernst. Jeder durfte einmal vorn und danach hinten in dem Beetle Platz nehmen, anschnallen und sich „überschlagen“ . Hierbei spürte man sehr eindrucksvoll, ob der Gurt richtig angelegt war, bevor man sich selbstständig abschnallen und aussteigen musste. Im weiteren Verlauf mimte jeweils ein Feuerwehrmann einen bewusstlosen Fahrer, der aus dem Fahrzeug, kopfüberhängend, gerettet werden musste. Die Königsklasse war dann ein auf der Seite liegendes Fahrzeug. Hier zeigte sich, dass ohne technisches Gerät keine schonende Rettung möglich ist.

 Möglich wurde diese eindrucksvolle Ausbildungseinheit nur durch das VGH Versicherungsbüro von Lutz Wölk aus Drakenburg, der den größten Teil der Kosten übernahm. Die restlichen Kosten wurden von der Samtgemeinde Heemsen übernommen.

Text: Stefan Schneckner, Feuerwehrpressesprecher der Samtgemeinde Heemsen

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