Inhalt: Arbeitsgruppe Schulentwicklung nimmt Stellung zu kleinen Grundschulen in der Samtgemeinde Mittelweser

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Arbeitsgruppe Schulentwicklung nimmt Stellung zu kleinen Grundschulen in der Samtgemeinde Mittelweser

Eine Arbeitsgruppe aus Eltern- und Lehrervertretern, Politikern der Fraktionen von CDU, SPD, Die Grünen und WG sowie der Verwaltung der Samtgemeinde Mittelweser haben sich intensiv damit auseinandergesetzt, ob und wie man mit dem prognostizierten Schülerzahlenrückgang an Grundschulen in der Samtgemeinde umgehen will.

Kinder in der Samtgemeinde MittelweserFotolia/Samtgemeinde Mittelweser

Die Samtgemeinde Mittelweser ist Schulträger von 6 Grundschulen und betreut damit zusammen mit der Stadt Nienburg die meisten Grundschulen im Landkreis Nienburg. 5 dieser 6 Grundschulen haben bzw. werden planerisch nur noch eine Klasse je Schuljahrgang haben und damit einzügig geführt werden. Schwierig wird die Situation dann, wenn die Schülerzahlen so gering sind, dass die Schule als kleine Grundschule mit kombinierten Jahrgangsklassen einzustufen ist.  

Eine Grundschule gilt dann als kleine Grundschule, wenn sie nicht über ausreichend Schüler verfügt, um je Schuljahrgang eine eigenständige Schulklasse bilden zu können. Das ist immer dann der Fall, wenn in zwei oder mehreren aufeinander folgenden Jahrgängen nicht mindestens 25 Schüler beschult werden können. 

„Für die Verwaltung ist es wichtig, rechtzeitig auf die sich verändernden Schülerzahlen hinzuweisen“ betont Jörg Niemeyer, Erster Samtgemeinderat bei der Samtgemeinde Mittelweser. „Es hilft niemandem, wenn man die Veränderung auf sich zukommen lässt ohne sich im Vorfeld ausführlich damit auseinandergesetzt zu haben“.

Die Arbeitsgruppe hat in 7 Sitzungen intensiv über Vor- und Nachteile von kleinen Grundschulen diskutiert. Während es in den Grundschulen Estorf, Leese, Husum und Landesbergen gelingt in jedem Jahrgang eine eigenständige Klasse einzurichten, wird es in der Grundschule Nendorf in einzelnen Jahrgängen kombinierte Jahrgangsklassen geben.

Tanja Brüggemann, Vorsitzende des Schulausschusses in der Samtgemeinde Mittelweser, macht deutlich, dass die Politik keine Schulschließungsdebatte beginnen möchte. „Die Grundschule Nendorf hat ein eigenständiges Konzept entwickelt, wie sie mit dieser besonderen Situation umgehen wird. Die Politik möchte der Grundschule Nendorf deshalb die Gelegenheit geben, ihr pädagogisches Konzept umzusetzen“.

Für die Arbeitsgruppe gilt der Grundsatz „Kurze Wege für kurze Beine (möglichst nahe Schulstandorte)“ solange, wie die kleinen Grundschulen pädagogisch sinnvoll arbeiten können. Eine emotionale Debatte, wie zuletzt in der Samtgemeinde Heemsen oder im benachbarten Flecken Steyerberg, möchte hier niemand ohne Not führen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Grundschulen weiterentwickeln und ob eine konstante Lehrersituation erhalten bleibt. Die Beteiligten sind alarmiert, ohne einen wenig zielführenden Aktionismus zu entwickeln. Deshalb hat man auf Wunsch der Grundschulleitungen auch zunächst davon abgesehen, Rahmenbedingungen zu erarbeiten, an denen sich Schulen, Eltern und Schulträger bei sinkenden Schülerzahlen messen lassen müssen.

Die Geburtenzahlen im Einzugsbereich der einzelnen Grundschulen werden jeweils im Herbst eines Jahres zusammengestellt und ausgewertet. Veränderungen werden regelmäßig im Schulausschuss mit Politikern, Lehrer- und Elternvertretungen diskutiert

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