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Landkreis qualifiziert erneut Sprachmittlerinnen und -mittler

Der Landkreis Nienburg hat im Rahmen des Sprachmittlerprojektes erneut eine qualifizierende Fortbildung seiner Sprachmittlerinnen und -mittler durchgeführt.

SprachmittlerLandkreis Nienburg/Weser

Inzwischen ist es die sechste derartige Schulung, die die zuständige Koordinierungsstelle Migration und Bildung angeboten hat. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bearbeiteten unter Anleitung des Referenten Filip Kaźmierczak von der Gesellschaft für Dolmetschmentoring (DoM) aus Berlin verschiedene Besonderheiten der Sprachmittlung. Die Frauen und Männer mit Muttersprachen wie Farsi, Dari, Kurdisch, Serbokroatisch, Polnisch und Arabisch nutzten die Gelegenheit, mehr über die vielfältigen Aspekte der Sprachmittlung zu erfahren. Filip Kaźmierczak brachte den Teilnehmenden insbesondere die Grundthemen wie Dolmetschethik, Dolmetschrolle sowie Dolmetschtechnik näher und gestaltete den Seminartag mit verschiedenen Aufgabenstellungen und Rollenspielen sehr unterhaltsam und lehrreich. Die zuständige Koordinatorin für das Sprachmittlerprojekt des Landkreises, Tanja Walter, erklärte dazu: „Die Sprachmittlerinnen und -mittler haben mit großem Interesse und Engagement in ihrer privaten Zeit hier ganz toll mitgearbeitet, und ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit.“

Alle Teilnehmenden waren sich über eine gelungene Veranstaltung einig und wünschen sich unbedingt weitere Fortbildungen dieser Art, zum Beispiel zu den Themen „Umgang mit traumatisierten Personen“ oder „Übersetzungen bei Behörden“. Laut Tanja Walter sind weitere Veranstaltungen bereits in Planung. Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit als Sprachmittler interessiert, kann sich gerne unter Telefon (0 50 21) 967-608 bei Tanja Walter melden. Besonders gefragt sind derzeit die Sprachen Farsi, Dari, Arabisch, Kurdisch sowie Rumänisch.

Für den Landkreis Nienburg sind zurzeit rund 100 ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und -mittler in vielen unterschiedlichen Sprachen im Einsatz. Sie sind migrationserfahren und leben bereits seit längerer Zeit in Deutschland. Mit ihren Sprachkenntnissen und kulturellen Erfahrungen tragen sie bei Gesprächen in sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen oder in Behörden dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden oder Konflikte klären zu können.

 Für ihre Tätigkeit erhalten Sprachmittlerinnen und -mittler von der anfordernden Stelle eine Aufwandsentschädigung von zwölf Euro je angefangene Stunde. Auch Fahrtkosten werden zu einem bestimmten Satz erstattet. Angefragt werden können die Sprachmittlerinnen und -mittler über den Landkreis Nienburg ebenfalls bei Tanja Walter, Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, unter Telefon (0 50 21) 967-608.

Weitere umfassende Informationen können der Internetseite www.lk-nienburg.de/leben-im-landkreis/migration entnommen werden.

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