Inhalt: MEINE SICHT DER DINGE...

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MEINE SICHT DER DINGE...

Etwas Besonderes gibt es daran nicht – aber genau das ist es, worüber ich mir Gedanken mache.

SteckdoseFlecken Steyerberg

Eigentlich habe ich extra ein Foto gemacht: Ein Team umweltbewusster Aktivisten vor unserem Klimabüro mit einem E-Auto. – Vielleicht mit einer passenden Überschrift „Die Zukunft der E-Mobilität“.

Aber wer nicht gerade eine Affinität zu dem Thema hat, blättert jetzt einfach um. Ich schließe mich da jetzt mal nicht aus. Und wer zu den Interessierten gehört, hat so eines oder ein ähnliches Bild schon ein Duzend Mal gesehen.

Anfänglich hatte ich an dieser Stelle einen Bericht zum Thema E-Mobilität geplant, denn dazu gab es Mitte Januar ein Treffen mit unserem Bürgermeister Jürgen Weber, unserer Nachhaltigkeitsmanagerin Sabine Schröder, Gästen aus dem Lebensgarten (Herr Holtzmeyer & Frau Koller) und auch Jörn Graue von „Die Harke“ war anwesend, um bei diesem Thema auf dem Laufenden zu bleiben und darüber zu berichten.

Ich habe eine Menge gelernt bei diesem Meeting und doch sind es nicht nur die Daten & Fakten, die mich jetzt dazu veranlassen, hier keinen sachlich detaillierten Bericht mit Zahlen und Statistiken oder Argumenten und Informationen zu schreiben. Vielmehr bin ich bei dem Gedanken hängengeblieben, warum wir noch immer an unseren Gewohnheiten und Vertrautheiten festhalten und damit unseren Radius für Neues und Interessantes auf das uns Altbekannte beschränken?

Wer allerdings durchaus offen für zum Beispiel erneuerbare Energien, oder wie hier das Thema E-Mobilität ist, dem gehen natürlich auch gleich neugierige Fragen durch den Kopf.

– Ist ein E-Auto denn wirklich so innovativ?

– Wie effizient ist so ein Akku eigentlich?

– ist eine vernünftige Entsorgung der Batterien überhaupt gewährleistet?

– Was, wenn ein E-Auto plötzlich brennt?

Alles Fragen, die wir geklärt haben wollen, bevor es überhaupt in die Tüte käme, über den Kauf eines E-Autos nachzudenken. Aber stellen wir uns diese Fragen auch, wenn wir auf Auto-Suche sind und zum altbewährten Benziner greifen? Auch hier wäre ein Hinterfragen nicht fehl am Platze!

  • Stimmt es, dass Benzin brennbar ist? Und wenn das so ist, soll ich das Benzin im Tank lassen, wenn das Auto in der Garage parkiert ist, oder soll ich es vorher rausnehmen oder anderswo parkieren? Gibt es eine automatische Funktion damit es nicht explodiert bei einem Unfall?

  • Ich habe gehört, dass so ein Benziner einen Auspuff haben soll. Da kommen angeblich beim Fahren Abgase hinten raus, die der Umwelt und den Menschen schaden. Das gibt es doch bestimmt auch ohne? Oder muss ich für so eine Funktion beim Benziner Aufpreis zahlen?

 

  • Habe im Internet gelesen, dass das Benzin aus Öl hergestellt wird. Stimmt es, dass die Gewinnung und Raffinierung vom Öl mit lokalen und globalen Umweltproblemen verbunden ist? Stimmt es, dass das Öl während den letzten 100 Jahren große Konflikte und Kriege mit Millionen Toten verursacht hat? Gibt es eine Lösung, um diese Probleme zu beheben?

  • Wie ist das mit dem regelmäßigen Ölwechsel? Muss der sein? Wie viel kostet das? Und werden da wirklich jedes Mal mehrere Liter Öl gewechselt? Wohin geht das alte Öl?

  • Mir wurde auch gesagt, dass man den „Ölstand“ immer kontrollieren und nachfüllen muss. Wird das denn weniger? Wohin geht denn das Öl? Kann ein Motor mit der Zeit ein Öl-Leck bekommen und das landet dann tropfenweise auf der Straße? Was macht das in Kontakt mit Wasser? Und wer bezahlt dafür, dass das wieder weggemacht wird?

 

  • Wie viel Ressourcen braucht denn die Herstellung eines Benzin Motors? Habe gehört so ein Motor besitzt extrem viele Kleinteile. Wo wird Alu und Metall abgebaut dafür? Dort ist doch auch viel Kobalt drin! Kommt das nicht aus Kinderarbeit?!

 

  • Muss ich bei Stau oder Ampeln wirklich immer den Benzinmotor abschalten und wieder anlassen? Kann ich den nicht einfach laufen lassen? Da dreht doch der Motor auch einfach im leeren ohne Benzin zu verbrauchen, oder? Und ein Benziner hat dann, wenn er an der Ampel steht auch keinen Schadstoffausstoß so wie ein Elektro, oder?

Ok, die Fragen sind zwar aus den Social Medias „geklaut“, aber jetzt habe ich mich dann doch selbst ertappt, dass ich so gründlich nun auch wieder nicht beim Autokauf zu Werke gehe. Doch wenn ich mich schon auf etwas Neues einlassen soll, dann auch richtig, oder? – Also nach dem Motto „Ganz oder gar nicht“ – „Schwarz oder Weiß“ – aber warum?

Es geht ja beim Thema „Ökologie & Umweltbewusstsein“ nicht darum, dass ich nie wieder Auto fahren oder in Urlaub fliegen soll, nie wieder Rindfleisch und Nutella zu essen oder aus Plastikflaschen zu trinken. Es geht um eine Bewusstwerdung welche Auswirkung es hat, was ich da tue. Und schon scheint eine Gegenüberstellung von bisheriger Mobilität mit ihren Auswirkungen und E-Mobilität mit ihren Auswirkungen gar nicht mehr so absurd.

Vielleicht doch noch mal nachdenken vor dem nächsten Autokauf. Informationen und Fakten finden sich zu Haufe im Netz und in Fachmagazinen.

Wir Steyerberger haben sogar das Glück, dass wir Experten zum Thema direkt vor Ort haben. Beim Flecken Steyerberg oder auch im Lebensgarten kann ich mich nicht nur beraten lassen, und nicht Schritt für Schritt, sondern Kilometer für Kilometer das Ganze angehen und einfachmal selbst ausprobieren. Denn „Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich“ sollte in unserem kleinen Heimatdorf doch wohl nicht das Problem sein. Wo könnten wir uns besser mit der zukünftigen Mobilität auseinandersetzten und dazulernen, als genau hier vor unserer Haustür?

Ich ganz persönlich gehe das Thema nun doch einmal in meinen Gedanken an. Nicht gleich jetzt. Nicht sofort heute. Aber der neue VW Buzz, der in den nächsten Jahren auf den Markt kommt, lässt mein Bulli-Herz ein wenig höherschlagen. Eine Steckdose unter unserem Carport hätte ich jedenfalls.

Katrin Goldenstein, Pressestelle des Flecken Steyerberg

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