Inhalt: Neue Mitte - Neue Kurve - Neues Wohnen

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Neue Mitte - Neue Kurve - Neues Wohnen

Das Dorf modernisieren und fit machen für die Zukunft – dabei Vorhandenes einbinden und nachhaltig planen. Das ist das Ziel der Dorfentwicklungsplanung in Landesbergen, bei der es schwerpunktmäßig um drei Themen geht: „neues Wohnen“, „neue Mitte“ und „neue Kurve“.

Rund 150 Landesberger sind in den Mühlengasthof gekommen, um gemeinsam mit Verwaltung, Politik und Städteplanern Ideen für die Entwicklung des Dorfes zu sammeln.Die Harke

Politik und Verwaltung gehen bei der Erstellung des Entwicklungskonzeptes jetzt neue Wege und nehmen die Einwohner des Dorfes mit, wenn es an die Planung möglicher neuer Baugebiete, der Dorfmitte und der Hormannschen Kurve geht.

Zur Finanzierung hoffen die Verantwortlichen auf die Verlängerung der Förderung für die Dorferneuerung in Landesbergen. „Die läuft im kommenden Jahr aus“, sagt Samtgemeindebürgermeister Jens Beckmeyer: „Zum Schluss wollen wir da noch einmal frischen Schwung hineinbekommen, um aufzuzeigen, was im Dorf noch zu tun ist und wo die Einwohner bei den Planungen hinwollen. Die Verlängerung wäre sehr wünschenswert, um dann im Gleichschritt mit der Dorferneuerung Weser-Meerbach, bei der die Orte um Landesbergen herum dabei sind, die Zukunft gestalten zu können.“

Q.: Die Harke (6.3.2018)

Zum Auftakt der neuen Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung mit den Einwohnern hatte Gemeindebürgermeisterin Heidrun Kuhlmann (SPD) die Landesberger in den Mühlengasthof eingeladen – zur Info- und Ideensammel- Veranstaltung unter dem Titel „Hier passiert was! – informieren und mitgestalten“.

Rund 150 Einwohner waren der Einladung gefolgt und haben zusammen mit Experten aus den Bereichen Bauverwaltung, Verkehr und Städtebau überlegt, wie es in Zukunft im Dorf aussehen könnte. „Wir freuen uns, dass unsere Idee einer neuen Beteiligungskultur – weg von den starren Ratssitzungen – so gut angenommen worden ist“, sagt Rolf Bodermann. Er ist in der Samtgemeindeverwaltung der Ansprechpartner für die Dorferneuerung. Claudia Seiler und Gerd Schrapel vom Bauamt haben sich mit den Teilnehmern darüber unterhalten, wo in Landesbergen zukünftig gebaut und gewohnt werden kann.

„Die Menschen haben sich sehr darüber gefreut, dass es zwei neue Baugebiete an der Bogenstraße und im hinteren Ortskern geben wird“, sagt Seiler. Die Bebauung im Innenbereich hängt laut Bodermann unmittelbar mit der Gestaltung der neuen Dorfmitte zusammen. „Das darf man nicht isoliert sehen, das müssen wir ganzheitlich betrachten“, sagt er.

Der externe Städtebau- Experte Gregor Paus aus Bremen, der den Themenbereich „neue Mitte“ bei der Veranstaltung moderiert hat, sieht das genauso: „Eine neue Ortsmitte bedeutet auch neues Leben im Ort. Da geht es zum Beispiel um die Nachnutzung von Schrottimmobilien – eine nachhaltige Innenentwicklung statt der Ausweisung neuer Baugebiete auf der grünen Wiese.“ Laut Paus fehlt es unter anderem an Wohnungen für Singles und ältere Menschen, die kein großes Haus brauchen. „Und so ist die Idee entstanden, in der Dorfmitte eine Einrichtung zu schaffen, in der viele Dinge vereint werden können: betreutes Wohnen, ein Gründerzentrum, Nahversorgung, Treffpunkte“, sagt Paus.

Für die Hormannsche Kurve sei unter anderem die Idee ins Spiel gerbracht worden, eine Linksabbiegerspur einzurichten. Laut Bodermann werde das jetzt in der Nachbetrachtung von Uwe Schindler von der Straßenbaubehörde und den zuständigen Mitarbeitern in der Verwaltung geprüft – und möglicherweise als Alternative in die späteren Entscheidungsprozesse einbezogen. „Das war jetzt ein Startsignal“, sagt Bürgermeisterin Kuhlmann: „Ein erster Einstieg zur Information und zur Anregung der Einwohner, sich Gedanken zu machen, wie es in Landesbergen weitergehen kann.“ Am 20. März wird es ein Arbeitsgruppentreffen zur Auswertung der Veranstaltung geben. „Danach werden wir wieder nach außen gehen und die weiteren Schritte bekanntgeben“, sagt Kuhlmann. Immer unter Einbeziehung der Einwohner.

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