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Nienburger zu Besuch in Witebsk

34 Interessierte verbrachten im Mai eine Woche in Nienburgs Partnerstadt

Die Reisegruppe vor dem Oper-Besuch in der weißrussischen Stadt am letzten Tag ihres 7-tägigen Aufenthaltes.Stadt Nienburg/Weser

Die vom Verein „Nienburg Freundschaften weltweit“ organisierte Reise nach Nienburgs Partnerstadt Witebsk in Weißrussland lockte bereits im Vorfeld viele Interessierte an. Insgesamt machten sich 34 Personen im Mai auf den Weg nach Witebsk. Dort angekommen, wartete bei sonnigem Wetter ein abwechslungsreiches Programm auf die Reisegruppe. Bei einer Stadtführung machten sie Bekanntschaft mit den Sehenswürdigkeiten von Witebsk. Anschließend besuchte die Gruppe eine vielfältige Aufführung von Jugendlichen in Form von Gesang, Tanz und einer Modenschau. Mit dem Bus ging es für einen Tag in die benachbarte Stadt Polozk. Neben vielen anderen interessanten Besonderheiten wurde auch die Sophienkathedrale, ein architektonisches Meisterwerk, besichtigt.

Die kulturelle Seite kam ebenfalls nicht zu kurz – die Gruppe besuchte das Elternhaus von Marc Chagall und das Chagall-Museum. Dort erfuhren sie viel Wissenswertes über das Leben des in Witebsk geborenen Künstlers.

Im Gymnasium Nr. 4 wurden die Nienburger mit einem vielfältigen Programm in deutscher Sprache der Schüler und Schülerinnen überrascht und bekamen zum Abschluss jeweils eine selbstgebastelte „Friedenstaube“ von den Kindern geschenkt.

„Wir erinnern unsere vergangenen Jahre“ war das Motto eines Abends, an dem an die vergangenen 28 Jahre der Partnerschaft zwischen Witebsk und Nienburg erinnert worden ist. Anhand von Bildern und mehrerer Erzählungen von verschiedenen Personen, die die Partnerstadt maßgeblich beeinflusst haben, konnten alle Beteiligten viel über die langjährige Freundschaft der Städte erfahren. Cornelia Kramer, die ehemalige Städtepartnerschaftsbeauftragte Nienburgs, die sich seit Mai im Ruhestand befindet, gab Einblicke in die Entstehung der Partnerschaft. Von seinen vielen Reisen und Begegnungen berichtete auch Nienburgs stellvertretener Bürgermeister Wilhelm Schlemermeyer. Auf der Fahrt nach Minsk besuchte die Reisegruppe die zentrale belarussische Kriegsgedenkstätte „Chatyn“, die an alle Opfer der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg erinnert. An der Gedenkstätte wurden im Namen der Stadt Nienburg/Weser Blumen niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten, um den vielen Opfern zu gedenken.

Anschließend erreichten die Nienburger die weißrussische Hauptstadt Minsk, in der sie abends „Carmen“ in der Oper genießen konnten. Am letzten Tag lernte die Gruppe bei einer Stadtführung einige Sehenswürdigkeiten der 2 Mio. Einwohner-Stadt kennen. Zum Abschluss der Reise besuchten sie die Gedenkstätte „Trostinez“, ein ehemaliges Vernichtungslager in dem zwischen 1942 und 1944 40.000 bis 60.000 Menschen ermordet wurden. Auch dort wurde im Namen der Stadt Nienburg mit der Niederlegung von Blumen und einer Schweigeminute den vielen Opfern gedacht.  Mit vielen Eindrücken des schönen Landes und der Kontaktdaten der neu gewonnenen Bekanntschaften machten sich die Nienburger wieder auf die Rückreise in ihre Heimat.

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