Inhalt: Rudi Niemann wurde beim Neujahrstreffen zum Ehrenbürger von Estorf ernannt

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Rudi Niemann wurde beim Neujahrstreffen zum Ehrenbürger von Estorf ernannt

Ehrungen und Auszeichnungen standen im Mittelpunkt des gut besuchten Neujahrstreffens der Gemeinde Estorf. Zu den Höhepunkten des Neujahrstreffens gehörten die Ehrungen und Auszeichnungen für verdiente Ehrenamtsträger. Der ehemalige langjährige Bürgermeister der Gemeinde Estorf, Rudolf Niemann, kurz Rudi genannt, wurde zum Ehrenbürger der Gemeinde Estorf ernannt.

Bürgermeister Arnd Focke und Samtgemeindebürgermeister Jens Beckmeyer zeichneten Rudolf Niemann als Ehrenbürger der Gemeinde Estorf aus. Von links: Arnd Focke, Traute und Rudolf Niemann und Jens Beckmeyer.pda

„Der 82-Jährige hat in seiner rund 30-jährigen Tätigkeit als politischer Mandatsträger vielfältige Verdienste um die strukturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Gemeinde Estorf erworben“, bekräftigte Bürgermeister Arnd Focke in seiner Laudatio. Er erwähnte, dass der Geehrte von 1976 bis 2001 Bürgermeister der Gemeinde Estorf war und bereits 2001 zum Ehrenbürgermeister ernannt wurde. Niemann war außerdem in zahlreichen Vereinen ehrenamtlich in den Vorständen tätig, bei einigen von ihnen war auch er Gründungsmitglied. Außerdem unterrichtete er an der Grundschule Estorf und im Esta-Bildungswerk plattdeutsch. Er baute ab 2007 die Gemeindebücherei auf und leitete diese viele Jahre. Bereits im Jahr 2006 wurde Niemann mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Niemann habe sich um das Gemeindewohl verdient gemacht, bekräftigte Focke und überreichte ihm eine Urkunde als Ehrenbürger und seiner Ehefrau Traute einen Blumenstrauß.

Die Vertreter des Sportvereins Rot-Weiß Estorf-Leeseringen, der Theatergruppe, der Kirchengemeinde und des Angelsportvereins würdigten in ihren Statements ebenfalls die Verdienste von Rudi Niemann. Er war oder ist in diesen Vereinen aktiv. Der Geehrte gehört zu Estorf wie der Estorfer See, bekräftigten diese in ihren Statements.

Es war das 13. Estorfer Neujahrstreffen, das im Dorfgemeinschaftshaus Leeseringen stattfand. Die Organisation des Treffens hatte diesmal der Turn- und Sportverein Estorf-Leeseringen übernommen. Dessen Vorsitzender Benjamin Zechlin freute sich, dass zahlreiche Bürger aus Estorf, Leeseringen und dem „Nienburger Bruch“ der Einladung gefolgt waren. Besonders hieß er Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor Jens Beckmeyer willkommen.

Bürgermeister Focke ging in seiner Ansprache auf die Höhepunkte in den Orten ein und erwähnte, dass im Nienburger Bruch ein „Broher Pavillon“ von den Bürgern gut angenommen werden würde. In Leeseringen seien einige Straßen sanierungsbedürftig. In Estorf sei die erste „Scheunenweihnacht“ ein voller Erfolg gewesen, sagte Focke. In diesem Jahr soll die „Teestube“ saniert werden, hierfür beträgt der Kostenaufwand rund 100000 Euro. Rund 66 Prozent können voraussichtlich aus Fördermitteln vom Land finanziert werden.

Als wünschenswert bezeichnete Focke die Ausweisung eines neuen Baugebietes in Estorf. Der Kindergarten, der von der Johanniter Unfallhilfe unterhalten wird, sei voll ausgelastet. Deshalb sei ein Container für die zusätzliche Kinderbetreuung aufgestellt. „Auf längere Sicht ist auch ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Feuerwehren in Estorf-Leeseringen angedacht“, gab Focke bekannt. Er wies darauf hin, dass vom 21. bis 23. Juni ein Drei-Dörferfest gefeiert werden soll. Der erste Abend findet im „Nienburger Bruch“ statt, am zweiten Tag soll im Scheunenviertel gefeiert werden, und am Sonntag, 23. Juni, steht im Mittelpunkt der Festivitäten das 25-jährige Bestehen des Kindergartens und das zehnjährige Bestehen der Kinderkrippe. Focke erinnerte auch daran, dass das Neujahrstreffen in früheren Jahren in einem Zelt bzw. im Dörphus stattgefunden hat. Das Engagement des jeweiligen Ausrichters sei jedoch erheblich gestiegen, deshalb sei das Dorfgemeinschaftshaus der richtige Ort für das Neujahrstreffen, sagte Focke und vertrat die Auffassung, dass auch künftige Neujahrstreffen von den örtlichen Vereinen durchgeführt werden sollen.

Samtgemeindebürgermeister Beckmeyer würdigte die Arbeit des Gemeinderates von Estorf. „Wir arbeiten in der Verwaltung gerne für die Gemeinde Estorf“, betonte er und gab bekannt, dass Straßen saniert werden sollen. Hierfür würde sich auch die Flurbereinigung anbieten, so Beckmeyer.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Dorfentwicklung, Jens Lange, zeichnete das Organisationsteam des Scheunenlaufs als Mannschaft des Jahres aus. Der Lauf gehöre alljährlich zu den größten sportlichen Events in der Gemeinde Estorf. „Die Entscheidung ist uns schwer gefallen“, bekräftigte Lange, „denn beim Ortsrat Estorf waren sieben Vorschläge für die Auszeichnung eingegangen“.

Stellvertretender Bürgermeister Helmut List zeichnete im Namen der Gemeinde Estorf Wilhelm Steinhauer mit dem Senioren-Ehrenpreis aus. Steinhauer habe unter anderem 2013 mit dem inzwischen verstorbenen Günter Deking die Chronik „950 Jahre Leeseringen“ erstellt und sei ehrenamtlich als Archivar in der Gemeinde Estorf tätig.

Carsten Brandt als stellvertretender Bürgermeister überreichte abschließend eine Plakette an Dieter Goretzka vom Feuerwehrmusikzug Estorf-Leeseringen, der im vergangenen Jahr das 90-jährige Bestehen feierte. Brandt bedankte sich beim Feuerwehrmusikzug, der seit vielen Jahren das kulturelle Leben im Ort bereichert und auch das Neujahrstreffen musikalisch begleitete.

Mit interessanten Gesprächen und einem gemütlichen Beisammensein klang das Neujahrstreffen aus.

Q.: Die Harke (8.1.2019)

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