Inhalt: VLN in die Kreisverwaltung integriert

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VLN in die Kreisverwaltung integriert

Zum Jahresbeginn hat der Landkreis Nienburg/Weser die Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg mbH (VLN) übernommen und in die Stabsstelle Regionalentwicklung integriert. Dadurch wurde der Landkreis Nienburg/Weser Rechtsnachfolger der alten ‚VLN GmbH‘, und hat auch die erfolgreiche Marke ‚VLN‘ erhalten: Die drei Buchstaben stehen jetzt für den „Verkehrsservice Landkreis Nienburg/Weser“. Alle Busfahrpläne und auch der VLN-Tarif gelten unverändert weiter. Ebenso bleibt die VLN-Geschäftsstelle in Nienburg mit einem breit gefächerten Serviceangebot zum öffentlichen Personenverkehr unverändert bestehen.

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Bis zum 31.07.2019 war die Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg/Weser mbH ein Mischverbund, dessen Gesellschafter sowohl die Busunternehmen mit Linienkonzessionen im Landkreis Nienburg waren, als auch der Landkreis Nienburg/Weser als Aufgabenträger für den öffentlichen Buslinienverkehr. In der alten VLN haben die Busunternehmen und der Landkreis zusammen ihre Kompetenzen gebündelt, um den öffentlichen Busverkehr im Kreisgebiet gemeinsam zu gestalten. Mit dem Auslaufen der alten Linienkonzessionen für den Busverkehr zum 31.07.2017 bzw. 31.07.2019 mußte der Landkreis Nienburg/Weser die aktuelle Rechtsprechung der EU anwenden und seine drei Linienbündel entweder öffentlich ausschreiben oder alternativ an ein kommunales Verkehrsunternehmen direkt vergeben. Eine Direktvergabe wurde zum 01.08.2019 für das Linienbündel 1 gewählt. Mit den Verkehrsbetrieben Grafschaft Hoya mbH (VGH) erhielt ein kommunales Verkehrsunternehmen den Auftrag zur Erbringung der Verkehrsleistungen. Für die Neuvergabe der Busleistungen in den Linienbündel 2 und 3 zum 01.08.2017 bzw. zum 01.08.2019 führte der Landkreis europaweite Ausschreibungen durch, welche jeweils von der Firma transdev GmbH gewonnen wurden. Seitdem erbringt die Firma transdev GmbH mit ihrem Tochterunternehmen ‚MittelWeserBus‘ den Linienbusverkehr in den Linienbündeln 2 und 3.

Mit der Neuvergabe der Busleistungen in den drei Linienbündeln hat der Landkreis auch die Erstellung und Vorgabe für die Fahrpläne, den Tarif sowie die Ausgestaltung der öffentlichen Verkehre im Kreisgebiet übernommen. Gleiches gilt für die Steuerung der Busverkehre unter wirtschaftlichen Aspekten und für die Durchführung von Qualitätskontrollen. Zur Erledigung dieser Aufgaben schied eine VLN GmbH unter dem gemeinsamen Dach von Busunternehmen und Aufgabenträgers aus, da hier die Gefahr von Interessenkonflikten groß gewesen wäre. Somit entschied man sich die vorhandenen Kompetenzen der VLN durch eine Übernahme des Unternehmens in den Landkreis zu sichern.

Alle Mitarbeiter*innen der VLN wurden mit Ihren Service- und Managementaufgaben im Busverkehr für eine organisatorische Optimierung aller ÖPNV-bezogenen Aufgaben in der Kreisverwaltung in die Stabsstelle 54 Regionalentwicklung des Landkreises Nienburg/Weser überführt und bilden dort das Team ‚Verkehrsservice Landkreis Nienburg/Weser (VLN)‘“. Im Laufe des Jahres werden weitere Mitarbeiter*innen aus der Stabstelle das Team VLN verstärken und die bisherigen Arbeitsbereiche des Aufgabenträgers für den Buslinienverkehr mit ins Team bringen.

Dazu erläutert Markus Arndt, Stabstellenleiter Regionalentwicklung: „Das Ziel der Neustrukturierung ist eine Bündelung aller Kräfte im Bereich der Mobilitätsversorgung für den Landkreis Nienburg/Weser im ‚Team VLN‘. Damit reduzieren wir die Anzahl der bisherigen Schnittstellen und nutzen Synergieeffekte“. Jens Rühe, Teamleiter ÖPNV ergänzt: „Durch die Konzentration der ‚ÖPNV-Aufgaben‘ im ‚Team VLN‘ erhalten wir ein klares Aufgabenprofil und können unsere Kompetenzen gezielt zur Verbesserung der Mobilität im Landkreis einsetzen.“    

Aus Sicht des Landkreises führt der Dezernent, Lutz Hoffmann, aus: „Wir bewerten den aktuellen Stand der VLN-Integration in den Landkreis als sehr erfolgreich. Die Mitarbeiter*innen des VLN erfüllen das bisherige Aufgabenspektrum motiviert und mit hohem Sachverstand. Zudem freuen sie sich über die spannenden neuen Aufgabenfelder beim Landkreis. Gleiches gilt für die Mitarbeiter*innen aus der Stabstelle 54, welche demnächst das Team VLN verstärken und das Know-how des Aufgabenträgers in das neue Team einbringen werden.“ Das Team VLN profitiert von den verschiedenen Erfahrungen aus zwei Häusern und ist damit gut aufgestellt, um das erweiterte Aufgabenspektrum für die Bürger*innen, die Busunternehmen und für die Verwaltung leisten zu können.

Seit Anfang dieses Jahres arbeitet der Verkehrsservice Landkreis Nienburg/Weser jetzt schon unter dem neuen Namen als Team des Landkreises. „Für die neue Bezeichnung waren uns zwei Dinge besonders wichtig“, erläutert Simone Röver, Pressesprecherin des VLN: „Die Marke ‚VLN‘ sollte erhalten bleiben und die Neuerungen aber trotzdem sichtbar werden. Auch das Logo sein neu gestaltet worden und erscheine jetzt modern und dynamischer, wobei die alten Wurzeln des VLN trotzdem widergespiegelt würden.“

Das ‚Team VLN‘ ist auch weiterhin unter den gewohnten Kontaktdaten zu erreichen und steht allen Fahrgästen auch für den persönlichen Kontakt während der Öffnungszeiten der VLN-Geschäftsstelle in der Wilhelmstraße 30 in Nienburg zur Verfügung: Telefon 05021/66011, Email service@vln-nienburg.de, Internet www.vln-nienburg.de.

Serviceaufgaben:

  • Fahrgastinformation und –betreuung
  • Fahrkartenvertrieb
  • Verwaltung von Schülerkarten (SSZT)
  • Beschwerdemanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Fundsachenmanagement
  • Leistungen für Dritte (z.B. Zusammenarbeit mit dem BürgerBus e.V.)
  • Organisation von Sonderverkehren
  • Fahrplanaushang (nur in bestimmten Bereichen)      

Aufgabenträgeraufgaben: 

  • Aufstellung des Nahverkehrsplans
  • Entwicklung von Strategien und Projekten zur Mobilitätsversorgung im Landkreis Nienburg/Weser
  • Gestaltung des VLN-Tarifes
  • Erstellung der Fahrpläne und Liniennetzplanung
  • Abrechnung der Vergütung für die Verkehrsleistungen mit den jeweiligen Verkehrsunternehmen
  • Kooperation mit benachbarten Verkehrsverbünden
  • Durchführung und Abrechnung verschiedener Projekte zur Verbesserung des ÖPNV
  • Erstellung eines Qualitätsberichtes
  • Bau von Haltestellen mit Mitteln aus dem niedersächsischen Konjunkturprogramm
  • Stellungnahmen gegenüber der Genehmigungsbehörde    

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