Inhalt: Die Monopoly-Grünkohl-Tour

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Die Monopoly-Grünkohl-Tour

Im Februar sind an den Wochenenden häufig größere Gruppen mit Bollerwagen unterwegs, denn Grünkohlwanderungen gehören im Norden zur Tradition und sind vor allem auf den Dörfern nicht mehr wegzudenken. Doch die Coronavirus-Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen machen es den Verantwortlichen und Organisatoren fast unmöglich, etwas auf die Beine zu stellen. Nicht aber beim stets kreativen Tischtennisclub: Der vereinseigene Festausschuss entwickelte eine etwas kuriose Idee, um den Termin nicht ersatzlos streichen zu müssen: die Monopoly-Grünkohl-Tour!

Impressionen der Haßberger Monopoly-Grünkohl-Tour.TTC Haßbergen

Nachdem schnell Einigkeit darin bestanden habe, eine alternative Veranstaltung auf die Beine zu stellen, nahm der Festausschuss die Planungen auf, um den Mitgliedern mal ein positives Erlebnis in der doch sehr einseitigen Zeit zu bieten. Damit die Wanderung coronakonform durchgeführt werden konnte, wurde ein Monopoly-Spielfeld mit den Haßberger Straßennamen entwickelt.

Es durften sich Familien beziehungsweise Haushalte mit einer weiteren einzelnen Person als Startergruppe anmelden. Am Ende waren es 19 teilnehmende Teams. Diese erhielten jeweils einen Monopoly-Plan (mit eingezeichnetem Startpunkt für ihre Gruppe), Ereignis- und Gemeinschaftsfeldkarten sowie eine Packung Kekse für den kleinen Snack unterwegs. Für den Ablauf gab es eine Spielanleitung, ein Hinweisschreiben zu den Corona-Regeln und einen Brief, der erst zu Beginn der Tour geöffnet werden durfte. Natürlich fehlten auch eine Portion Grünkohl sowie Kartoffeln und Bregenwurst nicht, die abends nach der Tour verspeist werden konnten.

Pünktlich um 14 Uhr gab die Vereinsvorsitzende Ann-Katrin Thömen den Startschuss für alle teilnehmenden Gruppen, die über eine veranstaltungsbezogene WhatsApp-Gruppe alle virtuell miteinander vereint waren. In Windeseile sammelten sich auf den Handys der Teilnehmenden viele Fotos, vor allem Selfies anderer Teilnehmer, die sich in Bewegung setzten. Damit die Tour nicht nur aus reinem Spazierengehen bestand, hatte sich der Festausschuss für jede Straße eine kleine Aufgabe überlegt. Dabei musste bei „Schätze die Länge der Straße“, „Fotografiert euch vorm Ortsschild“ oder „Wie viele Storche sind in Haßbergen in den letzten Jahren geboren worden?“ teils knifflige Fragen gelöst werden und der Spaß kam nicht zu kurz.

Rund 8,5 Kilometern Wanderung und gut fünf Stunden später waren die Gruppen dann wieder in ihrer Startstraße angelangt und konnten sich den leckeren Grünkohl zum Tagesabschluss schmecken lassen. „Für mich war es ein toller Nachmittag. Ich habe mich sehr über die Idee des Festausschusses gefreut, zumal wir so auch endlich mal wieder Kontakt zu unseren Mitgliedern aufnehmen konnten. Klar hat man seine Bedenken, dass durch Corona die Stimmung nicht ganz so ist, wie auf unseren anderen Touren, aber dieser Gedanke wurde direkt zu Beginn gestrichen“, bilanzierte Ann-Katrin Thömen. „Ich war total begeistert von den vielen tollen Bildern und direkt vom Feeling der virtuellen Gruppe mitgerissen.“

Tags darauf am Sonntag folgte schließlich eine Siegerehrung mithilfe eines Zoom-Meetings. Dabei wurden in einer netten kleinen Runde die Erlebnisse vom Vortag ausgetauscht und die Platzierungen verlesen. Der erste Platz ging an Birgit Klussmeier und Anja Klußmeier vor Familie Brandt. Auch der Festausschuss freute sich über die großartige positive Resonanz: „Trotz der sozialen Distanz zu unseren Vereinskollegen war das Event ein voller Erfolg. Mit 51 Teilnehmern kann man schon fast von einem Rekord bei unseren Grünkohlwanderungen sprechen. Die Leute haben aktuell keine Termine und freuen sich, wenn etwas Abwechslung in ihren Alltag kommt“, sagt Stefan Kurrelvink.

Das Wetter habe dem TTC natürlich in die Karten gespielt, „strahlenden Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen hatten wir bislang nur selten auf unseren Touren. Da hat das Draußensein gleich doppelten Spaß gemacht“.

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