Inhalt: Fußball: Interview mit unserem Jugendwart Marko Linderkamp

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Fußball: Interview mit unserem Jugendwart Marko Linderkamp

Der SV Aue Liebenau hat eine Jugendtrainer-Offensive gestartet: Im Interview verrät uns Jugendwart Marko Linderkamp, wie es um die Jugendarbeit der Fußballsparte bestellt ist, warum er sich seit anderthalb Jahren stärker in der Jugend engagiert und wie er sich einen idealen Jugendtrainer vorstellt.

Marko Linderkamp SV Aue Liebenau von 1919 e.V.

Marko „Öetschi“ Linderkamp (Foto) ist seit anderthalb Jahren nicht nur Jugendwart der Fußballsparte des SV Aue, sondern trainiert auch eine Jugendmannschaft in unserer Spielgemeinschaft mit dem SSV Pennigsehl/Mainsche. Da der ehemalige Trainer unserer I. Herrenmannschaft auch im Jugendbereich große Ziele verfolgt, sucht er nun nach tatkräftiger Unterstützung. Wir haben seinen Aufruf zum Anlass genommen, um uns mit Marko über die neuesten Entwicklungen im Liebenauer Jugendbereich zu unterhalten.

Was hat sich seit deinem Antritt als Jugendwart getan?

Wir haben in der letzten Zeit das größte Augenmerk auf das „Rundherum“ gelegt: Wir haben z. B. gemeinsam mit Kids und Eltern einen Saisonabschluss in Pennigsehl und eine Weihnachtsfeier in unserem Vereinslokal Sieling in Liebenau veranstaltet. Diese Veranstaltungen sind in den vergangenen Jahren zu oft ausgeblieben, gehören meiner Ansicht nach aber zu einer guten Jugendarbeit dazu. Dasselbe gilt für die Ausrüstung unserer Jugendmannschaften: Wir haben mit großer Unterstützung von Sponsoren und unseres Betreuers Timo Knelangen die Kinder und Trainer mit neuen Trainingsjacken ausgestattet.

Schließlich haben wir seit langer Zeit auch wieder Hallenturniere für die Jugendmannschaften im Kreis ausgerichtet. Dass wir schließlich 17 (!) Turniere an fünf Spieltagen ausrichten konnten, ist ein ganz großer Verdienst der Mitorganisatoren Elmar und Lukas Fehsenfeld. Im kommenden August planen wir zum ersten Mal ein Fußball-Jugendcamp in Liebenau. Ob es schließlich stattfinden kann, hängt allerdings noch von den dann geltenden Corona-Auflagen ab.

Nun wendet ihr euch aber auch wieder dem „Kerngeschäft“ zu. Du hast zuletzt zum Beispiel einen Aufruf gestartet, um neue Jugendtrainer zu gewinnen. Wie sieht für dich ein idealer Jugendtrainer aus?

Ein idealer Jugendtrainer sollte den Kindern in erster Linie Spaß am Fußball spielen vermitteln können. Das setzt voraus, dass er auch selbst Spaß und Freude an der Arbeit mit Kindern und am Fußball hat. In den jüngeren Altersklassen sollte ein Jugendtrainer nicht den Leistungsgedanken, sondern den Spaß und den Mannschaftsgedanken vermitteln. Da wir irgendwann auch wieder eine eigene B- oder A-Jugend stellen möchten, brauchen wir schließlich alle Kinder und nicht nur die talentiertesten!

Die Bereitschaft, sich als Jugendtrainer zu engagieren, ist in den letzten Jahrzehnten gesunken. Du hast dich – entgegen dem Trend – bereiterklärt, eine Jugendmannschaft zu trainieren: Warum lohnt es sich aus deiner Sicht Jugendtrainer zu werden?

Ich habe selbst lange im Seniorenbereich gearbeitet und betrachte mich selbst auch als Seniorentrainer. Allerdings haben mich da auch viele Dinge gestört und geärgert. Im Jugendfußball ist dagegen alles noch etwas ehrlicher und geerdet! Man sieht den Kids einfach die Freude am Sport an und das überträgt sich dann! Wenn ich vom Training meiner G-Jugend nach Hause komme, bin ich zwar oft geschafft, aber meistens auch gut gelaunt, weil es einfach Spaß macht, mit den Kids zu arbeiten!

Im Jugendfußball arbeitet ihr mit dem SSV Pennigsehl/Mainsche zusammen. Wie läuft die Zusammenarbeit und wo besteht noch Verbesserungsbedarf?

Wir arbeiten noch gar nicht so lange zusammen, aber dafür läuft es schon ganz gut. Es ist klar, dass sich die Zusammenarbeit mit einem neuen Partnerverein noch wachsen muss und wird. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir in Zukunft noch besser zusammenarbeiten werden.

Was kann der SV Aue als Verein leisten, damit die Fußballsparte wieder führend im Jugendfußball des Landkreises Nienburg/Weser wird?

Wir müssen konstatieren, dass wir einen ganz, ganz langen Weg gehen müssen, um wieder an alte Zeiten anknüpfen zu können. Da sind uns viele andere Vereine im Moment leider (noch) voraus. Das sollte uns aber nicht demoralisieren, sondern uns anspornen. Dann bin ich mir sicher, dass wir wieder an unsere Glanzzeiten anknüpfen können.

Wo soll der Jugendfußball des SV Aue in zehn Jahren stehen?

Es wäre für mich schon ein riesiger Erfolg, wenn wir als JSG die Herrenmannschaften in Pennigsehl und Liebenau wieder mit den Jungs aus unserer eigenen A-Jugend auffüllen könnten.

Vielen Dank für das Gespräch und weiter viel Erfolg im Jugendbereich, Öetschi! 

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