Inhalt: Handball: 1. Damen: HSG Nienburg - SG Südkreis Clenze 46:13 (22:6)

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Handball: 1. Damen: HSG Nienburg - SG Südkreis Clenze 46:13 (22:6)

Gnadenlose HSG-Frauen - Die Nienburgerinnen fegen Aufsteiger Clenze mit 46:13 aus der Meerbachhalle

Thomas 9 GoalsDie Harke; Nußbaum

Nienburg. Nach fast einem Monat Spielpause präsentierten sich die Landesliga-Handballerinnen der HSG Nienburg auch in der zweiten Begegnung in der Lüneburg-Staffel mehr als überlegen. Aufsteiger SG Südkreis Clenze wurde mit einem fulminanten und auch in der Höhe völlig verdienten 46:13 (22:6) aus der Nienburger Meerbachhalle gefegt.

Ausgeglichen war die Partie im Prinzip nur in den ersten sieben Minute beim Stand von 3:2, doch dann zog die HSG-Sieben vom Trainergespann Christian Koop und Michael Ender gnadenlos das Tempo an. Über ein 7:2 (11.) und ein 16:3 (21.) blinkte zur Halbzeit eine 22:6-Führung auf der Anzeigetafel auf.

Auch im zweiten Abschnitt konnten die teils extrem überforderten Gäste nie dem Tempospiel der Nienburgerinnen standhalten. Die Wucht der Angriffe der Rot-Schwarzen bekam vor allem die Torfrau aus Clenze zu spüren, die eigentlich fast bei jedem Nienburger Vorstoß den Ball aus ihrem Tornetz fischen durfte. Ab und zu scheiterten Wenke Grabisch & Co. jedoch auch am Querbalken oder am Torpfosten. Trainer Koop konnte sich im HARKE-Gespräch nicht recht erinnern, wann er denn das letzte Mal so hoch gewonnen hatte. „Das ist jedenfalls schon ein paar Jahre her. Irgendwann haben wir mal mit der Ersten über 50 Tore geworfen und ich hab nicht getroffen“, flachste der Coach.

Die Nienburger Übungsleiter tauschten in der zweiten Hälfte noch munter durch, gaben allen Frauen Spielpraxis und fast jede durfte sich in die Torjägerliste eintragen. Die meisten Tore warf allerdings Rechtsaußen Nele Thomas (siehe Extra-Text), die neun Treffer zum nie gefährdeten 46:13-Sieg beisteuerte.

„Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir trotz der hohen Führung weiter Druck machen wollen. Die Mädels haben das bis zum Ende richtig gut gemacht. Trotzdem muss man natürlich sagen, dass dieser Gegner nicht unser Maßstab sein darf“, führte Koop weiter aus.

Am Ende waren Ender und Koop jedoch zum Scherzen aufgelegt: „Ich glaube es gibt in der Kabine gleich einen Rüffel, dass es nicht 50 Tore geworden sind.“ Auf ihrer zweieinhalbstündigen Rückfahrt werden die Gäste jedenfalls nicht so viel Spaß gehabt haben.

Thomas‘ respektvolle neun Tore

Nele Thomas wusste nach dem überragenden 46:13-Erfolg gegen die Landesliga-Handballerinnen der SG Südkreis Clenze auf HARKE-Nachfrage nicht gleich wie viel Tore sie geworfen hatte. „Ich habe jetzt nicht mitgezählt“, sagte die Nienburgerin kurz nach Spielende. Eine wusste es jedoch ganz genau: HSG-Betreuerin und Ex-Torfrau Mareike Krowicky hatte am Ende neun Treffer für die Rechtsaußen notiert.

Dass sie mal so einfach Tore werfen durfte, daran konnte sich die 23-Jährige auch nicht wirklich erinnern und zeigte gleichzeitig Mitleid mit den Aufsteigerinnen aus Clenze: „So einfach war es lange nicht. Für die Gegnerinnen ist das bestimmt nicht so toll gewesen. Unsere beiden Trainer Michael Ende und Christian Koop haben uns in der Halbzeit gesagt, dass wir weiter voll durchziehen sollen, weil es sonst gegenüber Clenze respektlos gewesen wäre.“

Thomas wollte sich jedoch nicht beschweren, dass sie mit neun Treffern Nienburgs stärkste Schützin war und teilweise nur durchlaufen und vollenden musste. „Das ist ja auch mal ganz schön für mich.“ Sicher war sich die Nienburgerin jedoch, dass Clenze nicht der Maßstab für die Rot-Schwarzen sein darf.

Nach dem Wechsel im Sommer aus der Landesliga-Staffel Hannover nach Lüneburg, gelangen Thomas & Co. bisher zwei Kantersiege in zwei Spielen. „Clenze ist Aufsteiger, sie hatten eine zweieinhalbstündige Anreise hinter sich und sind das Spielen mit Harz nicht gewohnt. So einfach war es für uns in den vergangenen Jahren in der Hannover-Staffel jedoch nie.“

Obwohl die Nienburgerinnen gerade eine fast einmonatige Pause hinter sich haben, müssen sie nun wieder zwei Wochen auf die nächste Begegnung warten. Es riecht jedoch am 19. Oktober beim Tabellenletzten MTV Ashausen/Gehrden nach den nächsten einfachen Toren für Neele Thomas.

HSG Nienburg: Ottens – P. Clasen 6/3, L. Clasen 2, N. Thomas 9, Schulz, C. Clasen 5, W. Grabisch 5/1, Schröder 2/1, Wiechert 3/2, Becker, Garbe, Hasenbeck 7, Meier 4, Böhlke 3.

Quelle: Die Harke vom 07.10.2019; Nußbaum

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