Inhalt: Handball: 1. Herren: HSG Nienburg - MTV Großenheidorn 26:27 (11:15)

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Handball: 1. Herren: HSG Nienburg - MTV Großenheidorn 26:27 (11:15)

Knappe Derby-Pleite

KaiserDie Harke; Vogt

Ausverkauftes Haus – aber keine Punkte. Die Oberliga-Handballer der HSG Nienburg unterlagen am Freitagabend dem MTV Großenheidorn denkbar knapp mit 26:27 (11:15). 

In einem packenden Derby ließen sich die ersatzgeschwächten Rot-Schwarzen nie endgültig abschütteln und führten kurz vor Ende sogar – die abgezocktere Mannschaft war an diesem Abend jedoch die von Gästetrainer Stefan Alsmeyer. 

Bereits fünf Minuten vor dem Anpfiff mussten die Verantwortlichen abriegeln; ausverkauft! Und die Schlange an der Kasse ging immer noch bis nach draußen. HSG-Vorsitzender Dittmar Rohrßen sowie Fördervereins-Chef Stefan Schücke waren baff: „Damit hatten wir nicht gerechnet. 

Das letzte ausverkaufte Heimspiel war in der Meistersaison 2014/15 – und zu Zeiten der Derbys mit dem SV Aue Liebenau.“ Die Nienburger hatten einiges aufgefahren, anstelle der Bratwurstbude verkaufte die „Casa Mexicana“ und die „Babas“-Bar südamerikanische Spezialitäten vom Grill. Nach dem Spiel wurde gefeiert – auch, wenn die Stimmung nicht ganz so ausgelassen gewesen sein dürfte.

Die zweite Heimniederlage in Folge für die Sieben von HSG-Coach Carsten Thomas deutete sich in der ersten Halbzeit schon leicht an: Die Gäste zogen nach rund 15 Minuten auf 7:2 davon, zudem musste Nienburgs Marin Wrede nach zwölf Minuten frühzeitig Duschen gehen – er stellte sich einem konternden Gegenspieler in den Weg, die Referees zuckten hierfür die Rote Karte. 

Der 11:15-Pausenrückstand wurde im zweiten Durchgang peu à peu verringert. Allen voran Jan Büscher erwischte einen Sahnetag und der aus der Zweitvertretung aufgerückte Finn Kühlcke agierte bärenstark. Er und auch Paul Hildebrandt füllten den Kader auf, da Arnar Gudmundsson nicht fit war, Steve Kählke sich krank über die Platte schleppte, Steffen Kaatze nach seiner Verletzung noch nicht bei 100 Prozent war, Kristaps Ence mit Grippe komplett passen musste – und weil einer fortan gar nicht mehr dabei ist: Jakub Pawlicki hat die HSG aus privaten Gründen verlassen.

In der Schlussphase des Derbys half Keeper Christopher Fraj seinen Vordermännern durch starke Paraden. Diese bogen vier Minuten vor dem Ende durch Kählke die Partie um und gingen erstmals in Führung.

Doch die Chance, mit zwei Toren in Führung zu gehen, ließen die Hausherren fahrig liegen und mussten mit ansehen, wie Heidorns Jonathan Semisch zum Sieg einnetzte – fünf Sekunden später war Feierabend. Trainer Thomas fasste enttäuscht zusammen: „Wir haben selber Schuld, zu viele Fehler gemacht und in der Schlussphase einige Male zu leichtfertig den Ball hergeschenkt.“

HSG Nienburg: Ende, Fraj – Grabisch 2, K. Bergmann 2, Kühlcke 5, L. Bergmann 4, Kaatze 2, Kählke 4/1, Fennekoldt, Büscher 7, Wrede.

Strafwürfe: 1/2 (Malte Grabisch verwirft) – 4/4.

Zeitstrafen: 4 (Finn Kühlcke 1, Lars Bergmann 2, Wrede 1).

Rote Karte: Nienburgs Marin Wrede (12.).

Zuschauer: 350 (ausverkauft).

Spielfilm: 2:2, 2:7, 6:8, 9:11, 10:13, 11:15 (30.), 13:17, 16:18, 18:19, 21:23, 25:24, 25:26, 26:27 (60.).

Quelle: Die Harke vom 08.02.2020; Philipp Keßler

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