Inhalt: Handball: 1. Herren: HSG Nienburg - MTV Vorsfelde 34:41 (13:18)

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Handball: 1. Herren: HSG Nienburg - MTV Vorsfelde 34:41 (13:18)

„Es ging alles in die Hose“ - Der MTV Vorsfelde lässt der HSG Nienburg im Duell der Verfolger keine Chance – 34:41

Jan Büscher SV Aue Liebenau von 1919 e.V.

Nienburg. Die erste Heim-pleite überhaupt, die zweite Niederlage in Folge und die vierte Pleite in dieser Saison deutete sich für die HSG Nienburg am Sonnabend bereits früh an und war über die gesamten 60 Minuten auf der Anzeigetafel der Meerbachhalle ablesbar. Die Oberliga-Handballer der HSG fanden im Verfolgerduell gegen den Tabellenzweiten vom MTV Vorsfelde nie in die Partie, lagen ziemlich früh fast aussichtslos in Rückstand und verloren am Ende deutlich mit 34:41 (13:18).

Die HSG-Sieben von Trainer Carsten Thomas bekam ohne den dienstlich verhinderten Mittelblocker Steve Kählke von Beginn an keinen Zugriff auf die Gäste und schaffte es nur in der dritten Minute beim 1:1 durch Malte Grabisch, einmal auszugleichen. Fortan lief die Heimsieben einem Rückstand hinterher, der sich zwischenzeitlich auf sieben Treffer summierte (10:17, 28.).

Kurz vor dem Kabinengang brachte Sören Fennekoldt die Rot-Schwarzen jedoch wieder auf 13:18 heran. „Das ist uns in der Form in dieser Saison noch nicht passiert“, meinte Thomas im HARKE-Gespräch. „Wir haben schon ein paar Spiele ohne Steve absolviert und konnten das kompensieren. Vorsfelde war aber sehr gut auf uns eingestellt, körperlich robust und hat das einfach sehr gut gemacht.“

Nach dem Wechsel schien der stotternde HSG-Motor jedoch nochmal anzuspringen. Fennekoldt, Steffen Kaatze und Marin Wrede brachten die Nienburger wieder auf zwei Tore heran (16:18), doch die Vorsfelder zogen den Nienburgern schnell wieder das Benzin aus dem Tank – der Motor wurde abgewürgt. „Nach der Halbzeit waren wir ja gleich wach, das war okay. Aber immer, wenn wir wieder dran waren, haben wir zu viele einfache Fehler gemacht. Der Knackpunkt war im Prinzip schon die erste Hälfte.

Wir müssen einfach unser Tempo öfter ausspielen, dann sind wir gut.“ Eine der vielen Überzahlsituation der HSG rund um die 46. Minute war bezeichnend für die Defizite der HSG an diesem Abend: Sie endete 0:3. Die Nienburger hatten den stark besetzten Gästen um den Bundesliga-erfahrenen Lars Hoffmann einfach zu wenig entgegenzusetzen. „Vorsfelde war einfach besser, das muss man akzeptieren.

Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren“, bilanzierte Thomas. „Normal müssen 34 Tore zu Hause für einen Sieg reichen. 41 Gegentreffer sind einfach zu viel. Alles, was wir versucht haben, ging in die Hose. Gegen solche Gegner muss bei uns einfach alles passen für einen Erfolg.“ So passte nichts: Shooter Malte Grabisch kam nur auf zwei Feldtore, die Keeper Christopher Fraj und Matthias Ende blieben völlig wirkungslos, 41 Gegentreffer bedeuteten HSG-Minusrekord in dieser Saison, dazu gab‘s etliche technische Fehler und kaum Wirkung über den Kreis.

Durch die zweite Niederlage in Serie verabschieden sich die Nienburger vorerst aus dem Meisterschaftsrennen, bleiben aber in Lauerstellung. Und trotz der Niederlage gab es auch positive Momente: Rechtsaußen Lars Bergmann bot mit acht Toren eine starke Vorstellung, zudem feierte Arnar Gudmundsson sein Comeback – mehr dazu in unserer morgigen Ausgabe.

HSG Nienburg: Ende 2, Fraj - Grabisch 6/4, Hildebrandt, K. Bergmann 1, Gudmundsson, Ence 1, L. Bergmann 8, Kaatze 2, Fennekoldt 6, Büscher 4, Wrede 4, von Müller.

Strafwürfe: 4/6 (Malte Grabisch und Lars Bergmann scheitern) - 2/2.

Zeitstrafen: 1 (Kai Bergmann) - 6.

Zuschauer: 300.

Spielfilm: 0:1, 1:3, 3:5, 6:9, 8:12, 10:17, 13:18 (30.), 16:18, 18:20, 20:24, 23:28, 26:30, 31:36, 34:41 (60.).

Quelle: Die Harke vom 11.02.2019; Nußbaum

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