Inhalt: Handball: 2. Herren: HSG Nienburg - Eintracht Hildesheim 2 26:29 (14:15)

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Handball: 2. Herren: HSG Nienburg - Eintracht Hildesheim 2 26:29 (14:15)

Zwei Schwächephasen kosten Punkte - Die Nienburger Reserve unterliegt Eintracht Hildesheim mit 26:29 - Paul Hildebrandt avanciert zum emotionalen Leader

F. KühlckeDie Harke, Nußbaum

Liebenau. Eine gute Nachricht erreichte Steven Schäfer, Trainer der Verbandsliga-Handballer von der HSG Nienburg II, bereits kurz vor dem Spiel gegen Eintracht Hildesheim II: Kapitän Tobias Dehmel schaffte es trotz Fortbildung in Hannover pünktlich zum Anwurf. Doch auch mit Dehmels Unterstützung reichte es am Ende nicht, die HSG-Reserve musste sich in der Liebenauer St.-Laurentius-Halle mit 26:29 (14:5) beugen.

Beflügelt durch ihren Kapitän legten die Nienburger gleich gut los. Zwar verwarf der junge Johannes Hain den ersten Siebenmeter zur ersten möglichen Führung der Saison, doch nach dem 0:1 sorgten Dehmel und Hain per Siebenmeter für das 2:1 (3.). In der zwölften Minute warf Lasse Wettendorf dann sogar eine Drei-Tore-Führung (7:4) heraus, die wiederum Hain per Strafwurf gar auf 8:4 (14.) ausbaute. Schäfer: „Bis dahin haben wir das sehr gut gemacht, doch danach kam dann die erste von zwei Schwächephasen im Spiel.“ In den folgenden neun Minuten schenkten die Rot-Schwarzen diesen komfortabelen Vorsprung komplett her und es stand 10:10 (23.). Hildesheim setzte nach und mit der Pausensirene stand sogar eine 15:14-Gästeführung auf der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Nienburger zunächst dran, nahmen sich aber ab der 35. Minute die nächste gut zehnminütige Auszeit und lagen eine Viertelstunde vor dem Ende ihrerseits mit vier Treffern im Rückstand (20:24). „Für die letzte Viertelstunde muss ich meiner jungen Truppe dann wieder ein Kompliment machen. Sie haben ein richtiges Kämpferherz bewiesen und haben zumindest nochmal am Punkt geschnuppert.“

HSG-Torhüter Lukas Rosinski hätte in dieser Phase zum Helden werden können, denn er bekam immer wieder eine Hand an den Ball, seine Vorderleute brachten die HSG wieder nah heran (26:28, 58.). Hätte der ansonsten gut aufspielende Rückkehrer Finn Kühlcke nach dem 26. Tor für die HSG auch seine Chance auf das 27. genutzt, wer weiß, was noch passiert wäre. Doch so nahm die Eintracht-Reserve die Punkte mit nach Hildesheim – 26:29. „Wir müssen die vielen einfachen Fehler verhindern und in der Abwehr noch mehr Zugriff bekommen. Die Köpfe brauchen wir nach dieser Leistung jedenfalls nicht hängen zu lassen“, meinte Schäfer abschließend im HARKE-Gespräch.

HSG Nienburg: Rosinski 1 geh. 7m, Ludwig Meierhans 1 geh. 7m – Fiebiger, Kühlcke 4, Hesslau, Dehmel 2, Wetendorf 4, Rohlfs 2, Rosinski

Strafwürfe: 5/7 (Johannes Hain verwirft zweimal) – 4/6.

Zeitstrafen: 3 (Tobias Dehmel, Niko Rohlfs, Johannes Hain) – 8.

Zuschauer: 120.

Spielverlauf: 0:1, 2:1, 2:3, 5:3, 8:4, 10:10, 14:15 (30.), 14:16, 16:21, 20:24, 22:27, 26:28, 26:29 (60.).

Paul Hildebrandt avanciert zum emotionalen Leader

Nienburgs Paul Hildebrandt ging angeschlagen in die Partie gegen Eintracht Hildesheim II (26:29), avancierte jedoch mit sieben Treffern nicht nur zum besten Werfer seines Teams, sondern auch zum emotionalen Leader neben Kapitän Tobias Dehmel. Hildebrandt trainierte mit einer Bänderverletzung im linken Knöchel in der Woche vor dem Spiel nur sehr dosiert, nachdem er zwei Wochen komplett ausgesetzt hatte. HSG-Trainer Steven Schäfer: „Im Vollbesitz seiner Kräfte wäre er noch wichtiger für uns, aber für den ersten Härtetest nach seiner Verletzung war das schon sehr gut. Er hat sich toll durchgebissen.“

Hildebrandt selbst wäre mit einem Sieg naturgemäß glücklicher gewesen, aber dass sein Knöchel hielt, stimmte ihn zufrieden. „Geschwollen ist er nicht mehr so. Im Spiel habe ich die Schmerzen wahrscheinlich durch das Adrenalin auch nicht so gemerkt.“ Gerade kurz vor dem Ende brachte der 19-Jährige die Nienburger mit zwei Toren und im Verbund mit Kumpel Finn Kühlcke nochmal auf zwei Tore heran, feuerte an und stellte seine Jungs kurz nach seinen Toren zurecht. Am Ende nützte alles nichts, der Lucky Punch blieb aus.

Quelle: Die Harke vom 10.09.2019

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