Inhalt: Handball: Vorbericht 1. Herren: HSG Nienburg - TuS Haren (22.01.2022 / 19:30 Uhr)

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Handball: Vorbericht 1. Herren: HSG Nienburg - TuS Haren (22.01.2022 / 19:30 Uhr)

HSG Nienburg empfängt Kellerkind TuS Haren - Der Koloss am Kreis kommt zu Besuch an die Weser

Gut lachenDie Harke, Nußbaum

Es gelten ähnliche Vorraussetzungen wie vor einer Woche: In der Handball-Oberliga steht die HSG Nienburg vor einem Heimspiel am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Meerbachhalle und erneut kommt eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller an die Weser. Nur dieses Mal geht das Team von Trainer Carsten Thomas als Spitzenreiter in die Begegnung und ganz logisch: als klarer Favorit.

Mit dieser Bürde ging es auch am zurückliegenden Samstag gegen die TSG Hatten/Sandkrug auf die Platte, doch die Rot-Schwarzen hatten lange zu kämpfen, ehe der 28:24-Heimsieg in trockenen Tüchern war. Das soll gegen den TuS Haren besser laufen, wünscht sich der Coach: „Wir haben unsere Schlüsse gezogen und werden versuchen, souveräner aufzutreten.“

Dabei gibt es zwischen der jüngsten Partie gegen die TSG und dem Hinspiel in Haren durchaus Parallelen. Auch Mitte September kamen die Nienburger erst im Laufe der Partie richtig in den Tritt, lagen beispielsweise zur Pause mit drei Treffern zurück, um jedoch gegen Ende des jeweiligen Spiels gnadenlos am Gaspedal zu kleben und den Kontrahenten auf der Zielgerade abzuschütteln. „Tempospiel und Zweikampfverhalten“, erinnert sich HSG-Trainer Thomas, „das waren die beiden entscheidenden Dinge, die uns die Punkte brachten.“

Durch die coronabedingte Unterbrechung der Saison ist der Spielplan etwas durcheinandergewirbelt. Zum einen fehlen noch zwei Hinrundenduelle, dennoch geht es nun bereits mit dem Rückspiel gegen Haren weiter. „Sie spielen relativ unorthodox und profitieren vor allem davon, dass sie daheim ohne Patte spielen“, beurteilt Thomas die Harener, die aktuell nur einen Zähler Abstand zu den Abstiegsplätzen aufweisen.

Die ersten fünf Saisonspiele setzten sie allesamt in den Sand, erst eine abgebrochene Partie gegen den TuS Rotenburg brachte die Wende: Nach 47 Minuten und beim hoffnungslosen Rückstand von 14:26 fiel plötzlich in der halben Halle das Lichte aus – das Spiel musste einen Monat später wiederholt werden, und Haren gewann knapp mit 33:32. Es war allerdings auch der einzige Auswärtserfolg des TuS in seinen sechs Partien in der Fremde.

Nicht zu unterschätzen ist besonders der rund zwei Meter große Kreisläufer Martin Giesen, den die Neue Osnabrücker Zeitung schon einmal als „Koloss am Kreis“ betitelte. Der 33-Jährige ist mit 30 Saisontoren allerdings bei Weitem nicht der gefährlichste Harener. Mit Spielmacher Sven Suton, Bruder von Bundesliga-Profi Tim Suton (TBV Lemgo, 37 Treffer), Philipp-Steffen Beimesche (39) und Stefan Sträche (63) auf Halblinks verfügt der TuS über mehrere gute Abschlussakteure. „Wir wissen ihre Stärken einzuschätzen und müssen im Normalfall diese Partie auch gewinnen – schließlich wollen wir möglichst lange in der Tabelle oben stehen“, sagt Thomas.

Im Kader der Nienburger wird es voraussichtlich keine Veränderungen zur Vorwoche geben, lediglich der Einsatz von „Traktor“ Malte Grabisch ist noch fraglich – der Rückraum-Routinier zerrte sich im Dienstagstraining einen Oberschenkelmuskel. Zudem fehlt Keeper Matthias Ende aus beruflichen Gründen.

Eine coronabedingte Spielabsage kam vonseiten der HSG zu keinem Zeitpunkt infrage, erklärt der Coach: „Wir machen alles, um unter den gegebenen Umständen spielen zu dürfen – wir testen uns vor den Trainingseinheiten, vor den Spielen. Alle sind geimpft, die meisten bereits geboostert. Wir halten das Ansteckungsrisiko möglichst gering und halten alle Regeln ein. Um ganz auf der sicheren Seite zu sein, müsste man sich vermutlich zu Hause einschließen.“

Quelle: Die Harke vom 21.01.2022; Keßler

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