Inhalt: Tischtennis SC Marklohe

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Tischtennis SC Marklohe

Tischtennis Piktogramm SC Marklohe

Eigentlich war Alles wie gewohnt: Der SC Marklohe hatte in der Tischtennis-Oberliga zum Spitzenspiel gegen MTV Bledeln geladen und die nahezu 200 Fans aus beiden Lagern konnten sich erneut über hochklassigen Sport, Emotionen pur und Spannung bis zum bitteren Ende aus hiesiger Sicht vergnügen (7:9). Und, natürlich, verlangte die Spieldauer von fünf Stunden bei zunehmend tropischer Luft in der Lemker Sporthalle nicht nur den Protagonisten einiges ab. Man musste am Ende noch zufrieden sein, dass es zu lediglich drei Fünf-Satz-Spielen kam. Marlene Richter vom rührigen Catering-Team meldete kurz vor Schluss ein „ausverkauft“.       

Zum reinen Sport: Der SCM hatte einen richtig miesen Start. Der sicher geglaubte Zähler vom Spitzendoppel Florian Buch/Niko Marek ging an den Gast, so dass trotz des guten Auftritts von Andre Kamischke und Thilo Marschke nach den Doppel ein 1:2 beklagen war. Hinzu kamen die 1:3 Spielabgaben von Buch gegen Bledelns bestem Mann, dem wieselflinken Yannick Dohrmann, sowie von Niklas Matthias versus Lars Beismann. Aber es sollte sich noch übler entwickeln. Marek sucht seine Topform (2:3) und auch der weiter verbesserte Marschke konnte ein 2:1 gegen Hannes Rupp nicht nach Hause bringen. Den ersten Einzeldurchgang beendete Kamischke mit gutem Spiel nach Dennis Laus schnellem 0:3 gegen Robert Giebenrath.

Beim Stand von 2:7 war die Messe eigentlich gesungen und ein ordentlicher Tross zog Richtung Handball zum parallel stattfindenden Gipfel der HSG Nienburg. Marklohes Routinier Carsten Kühlcke, der beide Sportarten nicht nur wegen des großen Talentes seines Sohnes Finn liebt, resümierte knapp drei Stunden später: „Ich habe mich einmal wieder falsch entschieden!“. Recht hat er. Buch setzte in einem auf höchstem Niveau stattfindenden Duell der Spitzenleute ein erstes Ausrufezeichen. Sein Gegenüber Beismann hatte am Ende trotz eines engagierten Auftritts insbesondere dem coolen Rückhandblock- und Treibspiel des Marklohers nichts entgegen zu setzen. Dennoch setzten nur noch wenige Fans nach dem 1:3 von Matthias zum Gesamtstand von 3:8 einen Cent auf das Sextett vom westlichen Weserufer.

Doch weit gefehlt: Marek und Marschke kehrten deutlich verbessert an die Tische zurück. Dass die beiden Matchbälle binnen 30 Sekunden, also quasi parallel, verwandelt wurden, verbesserte das Momentum der nachfolgenden Markloher Jungs. Dennoch erwischten sowohl Lau wie auch Kamischke keinen guten Start. Der Kapitän setzte sich dennoch nach einem 0:2 gegen Matthias Schleinitz am Ende sicher durch. Am Nebentisch kämpften Kamischke und Giebenrath mit allen Mitteln. Nach 11:5 und 4:3 aus Sicht des Bledelners duellierten sich die Beiden mehr als grenzwertig in einem nicht Ende wollenden Wortduell. Schiedsrichter Ingo Bloch hätte die Akteure, die wohl niemals gemeinsam ein Bierchen zu sich nehmen werden,  jeweils mit einer gelben Karte verwarnen müssen, ließ die Beiden sich aber austoben. „Kami“ drehte fortan auf, feierte jeden noch so kleinen Punkt enthusiastisch, „gockelte“ nach guten Angriffsbällen genüsslich durch das Rechteck und lief richtig heiß, sein Gegenpart ergab sich schließlich seinem Schicksal, die Fans hatten viel Spaß.             

Im abschließenden Doppel hätten Buch und Marek also doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt festhalten können. Die Chancen standen dann auch sehr gut bis zum 10:6 im dritten Satz nach ausgeglichenem Beginn (1:1). Doch urplötzlich riss der Faden. Beismann und insbesondere der junge Dohrmann holten mit einem Angriffsfeuerwerk zwölf der folgenden dreizehn Punkte und ließen fortan nichts mehr anbrennen. Während die sympathische Truppe des MTV jetzt für die Regionalliga planen kann, haben Laus Jungs weiterhin gute Chancen auf Relegationsrang zwei. Ein doppelter Punktgewinn am 23. Februar (17 Uhr) gegen den Rangneunten MTV Wolfenbüttel ist vor heimischer Kulisse fest eingeplant.

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