Inhalt: "Pump and Roll-Betrieb" mit Wasserfässern

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"Pump and Roll-Betrieb" mit Wasserfässern

Henning Sauer stellt Konzept zur Vegetationsbrandbekämpfung vor

Uchte_20200622_FortbildungKatharina Dröge, Feuerwehrpresseteam SG Uchte

In extremen Trockenperioden, wie es in den letzten Jahren der Fall war, steigt die Gefahr von Wald-, Moor- und Flächenbränden. Dementsprechend sind die Feuerwehren in den Sommermonaten stark gefordert verschiedenste Brände in der Natur zu löschen, Menschenleben und ihr Hab und Gut zu schützen.

Um eine effektive Vegetationsbrandbekämpfung zu erreichen, hat der stellv. Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Uchte Hennig Sauer aus verschiedenen Quellen ein Konzept für die Samtgemeinde Uchte erstellt. Geschult wurden bereits die Ortsbrandmeister der zwanzig Ortswehren, sowie einige Kameradinnen und Kameraden des Fachbereiches „Einsatzleitung Ort“ an mehreren Termin im Feuerwehrgerätehaus in Uchte. In den nächsten Monaten sollen dann die Kameradinnen und Kameraden innerhalb der Ortswehren in dieser Thematik weitergebildet werden.

Nach einer kurzen Grundinformation zu Ursachen und Arten von Vegetationsbränden, machte Hennigs Sauer die Wichtigkeit der Persönlichen Schutzausrüstung und des Materials in solchen Einsatzfällen deutlich. Oftmals steht bei Wald-, Moor oder Flächenbränden Löschwasser nur in begrenzter Menge zur Verfügung, da sich beispielsweise kein Unterflurhydrant oder Löschteich in der Nähe befindet und Flächen oder Wege nicht befahrbar sind. Dementsprechend können dann sogenannte Handwerkzeuge wie Löschrucksäcke, Feuerpatschen oder Schaufel für eine effektive und autarke Brandbekämpfung dienen. Zudem sind auch die kleinen Mehrzweckstrahlrohre (DM-Strahlrohr) für die Einsatzkräfte leicht händelbar. Das Wasser wird dann mittels Druckschläuchen und Verteiler zur brennenden Fläche gefördert.

Neben dem richtigen Material kann auch eine gute Einsatztaktik und-technik schnell zu einem Erfolg führen. Er erklärte die „Raupentechnik“ und den dynamische „Pump & Roll-Betrieb“. Letztere ist gerade bei den Feuerwehren der Samtgemeinde Uchte optimal umsetzbar, da fast alle Ortswehren ein 3000 Liter „Wasserfass“ besitzen, welches im Einsatzfall von einem Traktor gezogen wird. Mit diesem Gespann ist es möglich viele Flächen und Wege zu befahren und gleichzeitig mit Hilfe einer kleinen Tragkraftspritze, die am Wasserfass befestigt ist und handlichen D-Schläuchen das Feuer zu löschen.

Besonders das defensive Vorgehen hat in den letzten Jahren die Feuerwehren enorm unterstützt. So haben bei Flächen- und Waldbränden oftmals Landwirte mit ihren Schleppern und Scheibeneggen oder Grubber Schneisen gezogen, um dem Feuer Brandgut zu entziehen und den Verbrennungsvorgang zu unterbrechen.

Abschließend fand für die teilnehmenden Kameradinnen und Kameraden ein Planspiel statt, wo mehrere Szenarien durchgesprochen und verschiedenen Einsatztaktiken ausprobiert wurden.

Text: Katharina Dröge, Feuerwehrpresseteam SG Uchte

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