Inhalt: Atemschutzgeräteträger üben in Abrisshaus

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Atemschutzgeräteträger üben in Abrisshaus

Insgesamt 66 AGT - Träger übten in einem Abrisshaus verschiedene Module

Wietzen_20190309_News_01Uwe Schiebe, Kreisfeuerwehrpressesprecher-Nord

Bei fast jedem Brandeinsatz ist der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern erforderlich, bei Gefahr-guteinsätzen oft sogar im Chemiekalienschutzanzug (CSA). Das bedeutet das die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr gesundheitlich fit und gut ausgebildet sein müssen. Die Atemschutzgeräteträger durchlaufen regelmäßig die Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwehrtechnischen Zentrale und nehmen an Einsatzübungen teil. Zu einer praktischen Ausbildung hatte der Fachbereichsleiter Atemschutz der Samtgemeinde Marklohe, Malte Jokiel von der Ortsfeuerwehr Holte – Langeln eingeladen. In der Herrlichkeit in Wietzen soll in Kürze ein älteres Haus abgerissen werden. Die Feuerwehr nutzte die Gelegenheit um in dem Gebäude intensiv zu üben. Das Obergeschoss wurde vernebelt. Dann ging ein Trupp unter Pressluftatmer und mit Hohlstrahlrohr ins Gebäude um eine vermisste Person zu suchen und zu retten. Dabei konnten die beschafften Totmann Warner getestet werden. Diese Geräte senden ein Signal wenn sich eine Person nicht bewegt oder die Person ein Problem hat. Ein weiteres Übungsmodul war der Einsatz der Atemschutz Notfalltasche. Einem verletzten Feuerwehrmann musste bei extrem schlechter Sicht die Atemschutzmaske abgenommen werden, dann wurde ihm eine Fluchthaube aufgesetzt und die Person konnte aus dem Gebäude gebracht werden. Auch die Türöffnung bei einem Zimmerbrand, die sogenannte Türprozedur wurde intensiv geübt. Mit dem Spezialwerkzeug Hooligan Tool und einer Feuerwehraxt gelang es problemlos verschlossene Türen zu öffnen. Da man nie weiß welche Gefahren hinter einer geschlossenen Tür lauern ist es wichtig das der Angriffstrupp in gebückter Haltung eine Tür öffnet, stoßweise mit Sprühstrahl Wasser abgibt und mit der Bandschlinge die Tür wieder zuzieht. Auch der Umgang und das Handling mit der Wärmebildkamera konnte geübt werden. Mit einer Wärmebildkamera kann man Zwischendecken und Hohlräume nach Brandnestern absuchen oder kontrollieren und vieles mehr. Zu den drei Ausbildungsdiensten hatten sich 66 Einsatzkräfte angemeldet.

Text: Uwe Schiebe, Gemeindepressewart SG Marklohe

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