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Die Quelle der regenerativen Energien

Würde der Landkreis Nienburg von der Außenwelt abgekoppelt werden, gingen zwischen Hassel und Lavelsloh nicht die Lichter aus. Während der Kreis 2015 noch eine Grünstromquote von immerhin 89 Prozent vorwies, sind es aktuell stolze 120 Prozent. Das die ländlichen Regionen große Bausteine in der Energiewende der ganzen Nation sind, das erfuhren die Mitglieder der Nienburger SPD bei ihrem Besuch des Netzbetreibers avacon.

Die Nienburger SPD bei der avaconKeßler

Freundlich empfangen und mit viel Expertise begleitet wurden die Sozialdemokraten dabei von den avacon-Verantwortlichen Thomas Schrader, Johannes Schlemermeyer und Ralf Thäsler. Sie bilanzierten die Entwicklung der regenerativen Energien im Landkreis und der Stadt Nienburg. Während die Kreisstadt lediglich rund sieben Prozent des verbrauchten Stroms selbst erzeugt, steht beispielsweise der Flecken Steyerberg mit 168 Prozent im krassen Gegensatz dazu. Die Quelle der regenerativen Energien „liegt ganz klar auf dem Land, nicht in den urbanen Gegenden“, stellt Schlemermeyer klar. Für Windkraftanlagen oder Biogasanlagen, die in der Region die Mammutanteile des Ökostroms erzeugen, ist im Stadtgebiet schlichtweg Platz.Das bedeute wiederum, dass der grüne Strom den Weg in die Städte finden muss. Hier sei man auf einen guten Weg. Der Kommunalmanager weist auf ein Problem hin: „Alle wollen die Energie, aber niemand die Kabel.“
Grüne Revolution findet auch auf den Kreisstraßen statt. Die avacon geht davon aus, dass der Elektromotor dem Verbrenner in allen wesentlichen technischen wirtschftlichen und ökologischen Kritierien „so sehr überlegen ist, dass er sich langfristig in Form von E-Autos mit Batteriegrößen ab 60 Kilowattstunden weltweit durchsetzen wird“, erklärt Thomas Schrader. Das Nutzungsverhalten von PKWs werde sich kaum ändern; Car-Sharing, ÖPNV oder eine neue Fahrradwelt werden weiterhin nur Randthemen bleiben. Schrader: „Wir sind der Überzeugung, dass das E-Auto-Konzept auf dem Land wesentlich einfacher umzusetzen ist als in den Städten.“ Insbesondere in letzteren hätten viele Haushalte keinen festen Stellplatz für das Auto, sodass sich Straßenrand- oder Laternenladungen nicht durchsetzen würden. Der Fokus liege daher auf den sogenannten „Point of interest“-Ladungen, also an regelmäßig genutzten Punkten, wie beispielsweise auf Supermarktparkplätzen. Die Orte müssten mit mehr Ladetechnik ausgerüstet werden. Die avacon gehe daher selbst optimistisch und selbstbewusst voran, baut in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen die Lademöglichkeiten im Kreis und in Nienburg stetig aus. Auch im eigenen Fuhrpark befänden sich reichlich E-Autos. Die SPD-Mitglieder konnten sich davon im Anschluss an die Diskussion selbst überzeugen und auch einmal in einem E-Auto Platz nehmen. Horst Prüfer, Vorsitzender des Nienburger SPD-Ortsvereins, bedankte sich für die interessanten Einblicke und lobte das vielseitige Engagement des Netzbetreibers.

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