Inhalt: Gefahrgutübung in Kreuzkrug

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Gefahrgutübung in Kreuzkrug

Gute Zusammenarbeit des Zug 3 Süd der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt

GefahrgutZug3_20190523_ÜbungKatharina Dröge, Feuerwehrpresseteam SG Uchte

Das immer größer werdende Gefährdungspotential durch Risikobetriebe, durch Transporte von gefährlichen Stoffen und Gütern, erfordert das Vorhalten von Spezialfahrzeugen und Geräten, welches nicht jeder Stadt bzw. Gemeindefeuerwehr möglich ist. Deshalb gibt es den Fachbereich Umwelt der Kreisfeuerwehr Nienburg. Er ist in vier Zügen gegliedert. Zug 1 Nord, Zug 2 Mitte und Zug 3 Süd sind strukturell mit den gleichen Fähigkeiten aufgestellt und ausgebildet. Hinzu kommt der 4. Zug, der ABC – Zug.

Der Zug 3 Süd unter der Leitung von Zugführer Frans Oudshoorn setzt sich zusammen aus der Stadt Rehburg-Loccum und den Samtgemeinden Mittelweser und Uchte. Um für einen möglichen Einsatz gerüstet zu sein, werden neben den regulären Ausbildungsdiensten auch Großübungen durchgeführt. So fand kürzlich eine Einsatzübung des Gefahrgutzuges 3 Süd im Gewerbegebiet Kreuzkrug statt. Die durch den Leiter der Gefahrgutgruppe der Samtgemeinde Uchte Tom Reinking ausgearbeitete Übung wurde zunächst dem Einsatzleiter, Zugführer, Gruppenführer und den Beobachtern geschildert. Folgende Lage wurde angenommen: Ein Kleinlastwagen verliert beim Anfahren einen 1000 Liter IBC, dieser klemmt eine Person ein. Beim Aufprall schlägt dieser Leck und beschädigt auch einen weiteren, kurz vorher entladenen IBC (Intermediate Bulk Container). Die IBC´s sind mit Propionsäure 99,5% befüllt. Der LKW fährt weiter zu einer weiteren Entladestation, dort fällt ihm auf, dass weitere Flüssigkeiten auslaufen.

Nachdem die Feuerwehr Harrienstedt die Erstmaßnahmen durchgeführt und den Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt hatte, kamen die rund 65 Spezialkräfte dazu. Die Gesamteinsatzleitung übernahm der Gemeindebrandmeister Gerhard Bremermann. Unter der Leitung von Zugführer Frans Oudshoorn wurden die Einsatzkräfte auf die beiden Einsatzabschnitte aufgeteilt. Nachdem ein Dekontaminationsbereich mit Hilfe von Leiterteilen und einer Plane aufgebaut wurde, gingen die ersten Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzanzügen und Atemschutzgeräten in den Gefahrenbereich. Die verletzte Person wurde mit Hilfe eines Hebebaums befreit, dekontaminiert und an den Rettungsdienst übergeben. Aufgrund eines festgestellten Lecks am Gefahrgutbehälter mussten weitere Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen den Bereich betreten und mit Hilfe einer Handmembranpumpe die Flüssigkeit umpumpen. Ähnlich gingen die Kräfte bei dem LKW vor, der Flüssigkeiten verlor. Nach einer Absperrung des Gefahrenbereichs und dem Aufbau des Dekontaminationsbereichs, gingen Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzanzügen zur Erkundung vor und fingen die auslaufenden Flüssigkeiten mit Hilfe verschiedener Behälter auf.

Die gesamte Übung geschah unter den Augen vom Brandabschnittsleiter Süd Ralf Tiedemann und seinem Stellvertreter Bernd Hachmeyer, sowie dem Kreisbereitschaftsführer Umwelt Klaus Hotze und dem Zugführer des ABC Zug Patrick Poppe. Ralf Tiedemann nannte es eine imposante Übung und eine gute Übungssituation, um für einen möglichen Realeinsatz gewappnet zu sein. Auch der Gemeindebrandmeister Gerhard Bremermann war begeistert: „Ein Laie konnte sehen, dass jeder wusste, was er zu tun hatte. Danke, dass es euch gibt, man ist als Einsatzleiter froh, dass es solche Spezialkräfte wie euch gibt.“

Nach einem kurzen Einsatzrückblick durch die Beobachter wurde klar, dass der Ausbildungsstand der Spezialkräfte in den Samtgemeinden Mittelweser und Uchte, sowie in der Stadt Rehburg-Loccum sehr gut sind und auch die Zusammenarbeit in einem Einsatzfall reibungslos verläuft.

Text: Katharina Dröge, Feuerwehrpresseteam SG Uchte

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