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Gefahrgutübung in Wechold

Ein Verkehrsunfall mit auslaufenden Chemikalien war das Übungsszenario einer Gefahrgutübung in Wechold

20190906_Gefahrgutübung_Wechold.JPGMarion Thiermann, Pressewartin SG Grafschaft Hoya

Ein Großaufgebot an Feuerwehrfahrzeugen war am Freitagabend in Wechold zu sehen. Grund dafür war eine gemeinsame Übung vom Zug 1 der Umweltbereitschaft, zu dem die Wehren Bücken, Hoya, Schweringen und Hassel gehören, dem ABC-Zug und der Freiwilligen Feuerwehr Wechold. Ebenfalls vor Ort waren der Einsatzleitwagen aus Eystrup, der die Übungsleitung übernahm, sowie der Einsatzleitwagen aus Bücken als Leitung des Umweltzuges. Ausgearbeitet hatten die Übung Zugführer der Umweltbereitschaft-Zug 1 Christian Thies und Leiter der Einsatzleitung Ort aus Bücken Marc Kottner um die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten zu trainieren. Das Szenario: Ein Verkehrsunfall auf einer Gemeindestraße, bei dem ein Kleintransporter gegen einen Baum gefahren war, die geladenen Fässer und Kanister mit verschiedenen Chemikalien waren teilweise Leck geschlagen und liefen aus, der Fahrer stand unter Schock, der Beifahrer lag nach einer Kontrolle der Ladung kollabiert durch die Gase zwischen den Kanistern. Die alarmierte Ortswehr Wechold sicherte die Einsatzstelle ab, betreute den unter Schock stehenden Fahrer, nachdem sie bei der Erkundung des Fahrzeugs das Gefahrgut entdeckten wurden der Umweltzug, sowie der ABC-Zug alarmiert. Da zunächst nicht klar war wo sich der Beifahrer befindet, wurde die nähere Umgebung abgesucht, dieser, in Form eines Dummies wurde dann von Atemschutzgeräteträgern zwischen den umgestürzten Kanistern gefunden. Der eingetroffene Umweltzug leuchtete die Einsatzstelle aus, richtete einen Absperrbereich für die Dekontaminierung der im Gefahrenbereich befindlichen Personen ein. Trupps mit Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen ausgestattet erkundeten die Chemikalienbehälter und retteten die bewusstlose Person, die der Dekontaminierung übergeben wurde. Die Einsatzkräfte, die sich im kontaminierten Bereich aufgehalten hatten wurden dann in der mobilen Duschanlage des Gerätewagen Dekon-P dekontaminiert. Zusätzlich zu diesem Fahrzeug war der ABC-Zug aus Nienburg mit einem Einsatzleitwagen, dem Gerätewagen Messtechnik, dem Gerätewagen Dekon, dem Dekonmehrzweckfahrzeug 2, dem Mehrzweckfahrzeug, dem Wechselfahrzeug Atem- und Strahlenschutz, sowie dem Abrollcontainer Gefahrgut angerückt. Nachdem die Chemikalien aus dem Kleintransporter aufgefangen und in speziellen Behältern zum Abtransport gesichert war konnten die rund zwanzig beteiligten Fahrzeuge und ihre Besatzungen nach Verladung der umfangreichen Gerätschaften nach gut drei Stunden ihre Heimreise antreten.

Text: M. Thiermann, FPW Samtgemeinde Grafschaft Hoya

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