Inhalt: Gelungene „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der kindermedizinischen Betreuung in Kumasi / Ghana

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Gelungene „Hilfe zur Selbsthilfe“ in der kindermedizinischen Betreuung in Kumasi / Ghana

Der Landfrauenverein Nienburg hat den Vorsitzenden des Kumasi-Hilfsfonds e. V. Dr. Carsten Hotes aus Neustadt a. Rbge eingeladen. Hotes berichtet über das Projekt das vor 36 Jahren begann und im Juni 2019 vollendet wird. Das Ergebnis ist das PRIMA MEDICAL CENTRE in Kumasi / Ghana.

Kumasi-StationLFV Nienburg

Die letzte Erweiterung, eine geburtshilfliche Abteilung, wurde am 28.10.2016 in einer großen Zeremonie im Beisein des Architekten Dr. Antwi Obimpeh, dem Vorsitzenden Dr. Carsten Hotes und weiterer Mitglieder des Kumasi Hilfsfond mit rund 200 Gästen feierlich eingeweiht. Die Erweiterung wurde durch Spendengelder privater Spender und Stiftungen finanziert.

Das PRIMA MEDICAL Centre ist als eine der besten kinderärztlichen Anlaufstellen in Stadt und Land bekannt.

Doch wie begann alles? Prof. Dr. Baffoe-Bonnie war Kinderarzt in Neustadt und ist 1980 in sein Heimatland Ghana als Kinderarzt zurückgekehrt. Nachdem damals bekannt geworden war, unter welch erbärmlichen Umständen Prof. Dr. Baffoe-Bonnie und seine Familie versuchten, in ihrem Heimatland zu helfen und zu überleben, wurde 1983 der Kumasi Hilfsfonds mit der Zielsetzung gegründet: Verbesserung der medizinischen Versorgung kranker Kinder in Ghana.

Nach kleinen Anfängen wurden über die Jahre Medikamente, Instrumente und ein Jeep für die kinderärztliche Sprechstunde in den Dörfer geschickt. Ziel war es immer die hohe Kindersterblichkeit durch medizinische Hilfe und Unterricht der Mütter zu verringern. Durch private Spender und einer Spende der Niedersächsischen Landesregierung konnte der lange geplante und gut durchdachte Bau einer Kindertagesklinik am südlichen Rande von Kumasi erfolgen. 1996 wurde die Klinik eingeweiht.

Die Arbeit der Ärzte und der Schwestern unter Federführung von Prof. Dr. Baffoe-Bonnie war gut in Gang gekommen. Die exzellente kindermedizinische Arbeit sollte weiter optimiert werden. Im März 2013 wurde mit dem Anbau der bereits erwähnten geburtshilflichen Abteilung begonnen. Hier werden schwangere Frauen und Mütter mit ihren Neugeborenen so früh wie möglich betreut um die nach wie vor hohe Kindersterblichkeit zu senken. Die Klinik trägt und finanziert sich heute selbst. 

Auch die hiesigen Landfrauen arbeiten für und in Ghana. Der Deutsche Landfrauenverband startete 2018 internationale Zusammenarbeit mit dem Projekt „Landfrauen in Ghana. Wissen teilen, Frauen stärken“. Hier ist das Ziel Kleinbäuerinnen in Ghana in der Volta Region zu stärken. Der Verband ist in vier Handlungsfelder aktiv. Für die Ernährungsbildung entwickeln Landfrauen aus Deutschland mit ghanaischen Frauen Angebote Frauen im ländlichen Raum zu trainieren und zu stärken .

Im zweiten Handlungsfeld geht es um die Weiterverarbeitung von Reis. Sie werden mit dem Parboiled Verfahren vertraut gemacht. Neben dem Netzwerk soll die Interessenvertretung von Kleinbäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum gestärkt werden. Zentral sind auch der fachliche Austausch und die Fortbildung in Deutschland für weibliche Fach- und Führungskräfte sowie Entscheidungsträgerinnen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Ghana.

Ghana, der Staat in Westafrika hat Ansätze zur Industrialisierung. Mehr als 50% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft und Fischerei. Die Bevölkerung ist Selbstversorger. Der Kumasi-Hilfsfonds und die Landfrauen Projekte sind ein guter Beitrag für die freundliche und aufgeschlossene Bevölkerung. Die Mitglieder des Kumasi-Hilfsfonds die das Land besuchten wurden immer mit „Ghana se’w Akwaaba! Willkommen in Ghana ! empfangen. Nichts gefällt Ghanaen mehr, als wenn sich die Besuch wohl fühlen.                                       

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