Inhalt: Übung: Funkenflug setzte Halle in Brand

Vereine und Verbände Lesezeit ca. 2 Minuten

Übung: Funkenflug setzte Halle in Brand

Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte und die Wasserförderung über lange Wegstrecken waren Hauptbestandteil einer großangelegten Übung auf dem Gelände einer Firma in Sarninghausen.

Saringhausen_20190524_ Übung Gemeindefeuerwehr 3Jörn Graue, stellv. Pressewart der Feuerwehren im Flecken Steyerberg

Eine praxisorientierte Objektausbildung stand jetzt für 70 Feuerwehrkräfte aus dem Flecken Steyerberg auf dem Gelände des Unternehmens Green Polymers in Sarninghausen an. In den Hallen der früheren Molkerei erfolgt seit geraumer Zeit das Waschen und Zerkleinern von klassischen Kunststoffabfällen aus dem Gelben Sack im Drei-Schicht-Betrieb. Das von Sarninghausens Ortsbrandmeister Matthias Wege ausgearbeitete Szenario sah vor, dass es durch den Funkenflug an einer Maschine zu dem Brand in einer Halle gekommen war. Dieser breitete sich zügig aus und später sollte es gar eine Durchzündung geben.

Die Hauptaufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, von mehreren Seiten eine Wasserversorgung aufzubauen und die fiktiven Flammen zu bekämpfen. Drei Trupps erkundeten die Lage in der brennenden Halle unter schwerem Atemschutz. Ein Löschangriff erfolgte zeitweilig auch aus dem Korb der Liebenauer Drehleiter. „Außer dem Zusammenspiel der Einsatzkräfte untereinander stand auch die Förderung von Wasser über lange Wegstrecken im Mittelpunkt“, erläuterte Wege. Ein weiteres Ziel der Objektausbildung: Die Frauen und Männer aus allen acht Feuerwehren aus dem Flecken Steyerberg sollten sich mit den örtlichen Gegebenheiten auf dem Firmengelände vertraut machen. Auch Fleckenbürgermeister Heinz-Jürgen Weber und Fachbereichsleiter Heinrich Escher verfolgten das Übungsgeschehen.

Was das Einsatzszenario noch komplexer machte: Durch den starken Funkenflug war auch das Flies auf einem nahe gelegenen Spargelfeld in Brand geraten, so dass die Einsatzkräfte Wasser aus einem Brunnen, der eigentlich für die Bewässerung der Felder vorgesehen ist, entnahmen. Unter dem Strich stellten die Feuerwehren bei der Übung fest, dass insbesondere die vorhandenen Bohrbrunnen auf dem Firmengelände für die Wasserförderung im Ernstfall nicht ausreichend sind. „Die Förderung von Wasser aus der Großen Aue könnte eine Alternative sein“, sagte Gemeindebrandmeister Wolfgang Adolph. Nach einer Führung durch die Hallen klang die Objektausbildung bei Bratwurst und Getränken aus. Beides hatte die Firma Green Polymers gespendet.

Text: Jörn Graue, stellv. Pressewart der Feuerwehren im Flecken Steyerberg

Quelle:

Veröffentlicht:

mehr Vereine und Verbände

Sparkasse Nienburg
Themen