Inhalt: Kriegsgäberstätte Leese (2. Weltkrieg) in Leese · Kulturelle Einrichtungen

Marktplatz - Branchenbuch

Kriegsgäberstätte Leese (2. Weltkrieg)

Adresse Loccumer Straße
31633 Leese
Kontakt

Telefon: 05761 7050

E-Mail: info@sg-mittelweser.de

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Informationen

Im 2. Weltkrieg war die Gemeinde Leese schwer umkämpft und hatte besonders stark zu leiden. Am 5. April 1945 wurde die Weserbrücke von deutschen Pionieren gesprengt und Leese anschließend 3 Tage lang gegen die anrückenden englischen Soldaten verteidigt. Die Bevölkerung flüchtete mit Pferde- und Ochsengespannen in die umliegenden Wälder.

In tagelangen Kämpfen – nachzulesen in der Leeser Chronik – mit schwerer Artillerie und Flugzeugangriffen von beiden Seiten versank Leese in Schutt und Asche. 25 Gebäude brannten ab, und das Vieh verendete in den Ställen und auf den Weiden. Am Ende beklagten die Deutschen den Tod von 51 zum Teil sehr jungen Soldaten und einer Frau. Die Verluste der Briten lagen ähnlich hoch.

Nach dem Krieg erteilte die britische Besatzungsmacht dem als Dorfbeauftragten eingesetzten Wilhelm Pickel den Auftrag, die gefallenen Soldaten zu bergen und in einem Massengrab beizusetzen. Später drängte Pastor Klaus Rautenberg bei den englischen Behörden darauf, die Gefallenen in Einzelgräbern würdig zu bestatten. Man wählte diesen Platz am östlichen Ende des ehemaligen Kleinbahnhofes aus und setzte die Soldaten, die aufgrund der gefundenen Erkennungsmarken identifiziert wurden, bei. 12 von ihnen blieben allerdings unbekannt. Die Holzkreuze mit den Namensinschriften fertigte Stellmachermeister Fritz Wieking.

Nach einer 1950 von der Bezirksregierung Hannover veranlassten Exhumierung konnten weitere 6 Soldaten identifiziert werden.
Durch Umbettungen mit Kriegstoten, die zunächst an anderen Orten begraben waren, erhöhte sich die Anzahl der in der Kriegsgräberstätte Leese Beigesetzten auf 67 belegte Stellen, davon 15 unbekannte Soldaten.

Im Herbst 1958 sorgte die niedersächsische Landesregierung für eine Neugestaltung des Ehrenfriedhofes. Nach den Plänen des Gartenarchitekten Langerhans aus Hannover ließ die Firma Heinz Freitag aus Stadthagen die Namen von 50 in Leese gefallenen Soldaten in rotem Wesersandstein einarbeiten. Man verblendete das mahnende Steinkreuz mit der Inschrift „Er ist unser Friede“, und auf einem Sandstein der Gräberstätte heißt es: „Wo ihr auch ruhen möget, Brüder, in der östlichen Steppe, in Sumpf und Wald uns unerreichbar, vergessen seid ihr nie. Auch für Euch halten Wacht diese Kreuze.“

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